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Absaugtechnik

Die Feinstaubgefahr beim Plasmaschneiden bannen

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Neben diesen Schneidmöglichkeiten sorgen die Tische zudem für eine effektive Absaugung. Sie agieren nach dem Prinzip der Oberflächenabsaugung. Nach der Aufschmelzung der Metalle schießt der Plasmastrahl dabei samt der entstehenden Gefahrstoffe in die integrierten Schlackewannen.

Der hohe Energiestrom leitet sie direkt auf den Wannenboden. So fängt der Tisch bereits vor der eigentlichen Absaugung grobe Partikel und Funken ab, sodass diese erst gar nicht in die Filteranlage gelangen. Durch den Druck strömt der Schneidstaub wieder an die Tischoberfläche zurück. Dort wird er kontinuierlich abgesaugt.

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Kosteneffizienter Betrieb dank Segmentabsaugung

Um einen energieeffizienten Betrieb sicherzustellen, erfassen die Absaugtische die Stäube nicht über die gesamte Tischlänge, sondern nur in einem begrenzten Bereich. Bei dieser Segmentabsaugung unterteilen sich die einzelnen Schneidtischmodule nochmals in einzelne Kammern. Diese steuert die Schneidanlage eigenständig für die Absaugung an. Bei SBW betätigt ein Steuerschlitten an der Schneidanlage in den betroffenen Bereichen Druckluftventile, die die Absaugklappen in den Segmenten öffnen. Alternativ ließe sich auf Kundenwunsch eine elektropneumantische Ansteuerung mittels Magnetventilen integrieren. Beide Verfahren haben eines gemein: Die Absaugtechnik richtet sich an den Abläufen der Schneidprozesse aus und erfasst nur dort Gefahrstoffe, wo tatsächlich geschnitten wird.

„Unsere Absaugung fährt quasi mit dem Lichtbogen entlang der 25 Meter über den gesamten Schneidtisch mit“, sagt Ton Bruggink, Verkaufsleiter Niederlande bei Kemper. Höchstens zwei Segmente in den Übergangsphasen von Segment zu Segment sind gleichzeitig im Einsatz. Dadurch werden die gefährlichen Rauche und Gase bei einer geringen Leistung abgesaugt. Wichtig dabei: Die Absaugtische erfassen die Gefahrstoffe genau an der Entstehungsstelle, sodass sie sich nicht in der Umgebungsluft ausbreiten können. „Unsere Module haben nicht nur einen Vorteil hinsichtlich der nahezu uneingeschränkten Erweiterbarkeit“, so Bruggink. „Wir verringern durch die Segmentabsaugung gleichzeitig auch die Energiekosten für den Anlagenbetrieb und garantieren einen hohen Arbeitsschutz.“

Im Anschluss gelangt die kontaminierte Luft über ein angeschlossenes Rohrleitungssystem in die jeweils angeschlossene Filteranlage System 9000. Jede verfügt über eine Absaugleistung von 16.000 m3/h und ist mit den speziellen Kem Tex ePTFE-Membran-Filtern mit einer Fläche von 280 m2 ausgestattet. Dadurch eignet sich das System 9000 für die Erfassung großer Staubmengen im permanenten Schneideinsatz. Dank der besonderen Beschaffenheit scheidet das Filtermaterial selbst krebserzeugende Nanopartikel unter 0,1 µm aus der Luft ab.

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