Leasing

Die Finanzierung für den Mittelstand

| Redakteur: Jürgen Schreier

Der Solarpark Merida fängt im Westen Spaniens auf 125 000 m² Sonnenenergie ein und liefert jährlich rund 5650 MWh erneuerbare Energie. Über die Sparkasse Dachau und die Deutsche Leasing investierten die Betreiber rund 16,5 Mio. Euro mittels Leasing in das Projekt. (Bild: Deutsche Leasing)
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Der Solarpark Merida fängt im Westen Spaniens auf 125 000 m² Sonnenenergie ein und liefert jährlich rund 5650 MWh erneuerbare Energie. Über die Sparkasse Dachau und die Deutsche Leasing investierten die Betreiber rund 16,5 Mio. Euro mittels Leasing in das Projekt. (Bild: Deutsche Leasing)

Heute gibt es fast nichts, was nicht geleast werden könnte. Das Spektrum reicht von Klassikern wie dem Firmenwagen oder der Maschine bis hin zum kompletten Biomasse-Heizkraftwerk oder zum Patent. Der Vorteil ist immer der gleiche: Nicht der Besitz, sondern die Nutzung eines Investitionsgutes bringt den Ertrag.

In einer Zeit wie der heutigen, in der mittelständische Unternehmen vor enormen wirtschaftlichen und finanziellen Herausforderungen stehen, ist der Grundgedanke des Leasings aktueller denn je: Nicht das Eigentum an einem Investitionsobjekt, sondern seine Nutzung bringt Erträge. Weil das Eigentum am genutzten Objekt beim Leasinggeber bleibt, kann der Leasingnehmer Investitionen ganz ohne Einsatz von Eigenkapital und – anders als mit einem Kredit – bilanzneutral finanzieren, im Bedarfsfall bis zu den Anschaffungskosten.

Leasing macht Fremdkapital überflüssig

Bei vergleichbaren Investitionsdarlehen ist eine 100-prozentige Fremdfinanzierung dagegen die Ausnahme und erfordert in der Regel zusätzliche Sicherheiten. Das Unternehmen, das eine Maschine oder ein anderes Investitionsgut least, profitiert insofern vom umfassenden Asset-Know-how des Leasinggebers.

Denn dieser bewertet nicht nur das Adressrisiko, sondern vor allem auch das Assetrisiko. Der Leasinggeber kennt die Wertverläufe der verschiedenen Investitionsobjekte und verfügt auch über geeignete Verwertungskanäle, sodass er die Objektrisiken besser einschätzen und damit eingrenzen kann.

Fast jedes Gut lässt sich mit Leasing finanzieren

Inzwischen gibt es fast nichts, was nicht geleast werden kann: Das Spektrum reicht von bekannten Leasingobjekten wie Firmenwagen, Computern oder Maschinen über Eisbrecher für den Nordatlantik, Biomasse-Heizkraftwerke und Krankenhäuser bis zu Kunstwerken, Polizeipferden oder Heißluftballons. Auch für immaterielle Wirtschaftsgüter wie Markenrechte, Patente oder Software haben Leasinggesellschaften Lösungen entwickelt.

Grundvoraussetzung für eine klassische Leasinglösung ist dabei, dass es sich um ein rechtlich selbstständiges Wirtschaftsgut handelt, das drittverwendungsfähig ist. Das heißt: Das Leasingobjekt muss so beschaffen sein, dass es nicht nur von einem Einzigen, dem Leasingnehmer, wirtschaftlich sinnvoll genutzt werden kann.

Drittverwendungsfähigkeit ist keine unüberwindliche Hürde

In der Praxis ist die Drittverwendungsfähigkeit jedoch keine unüberwindliche Hürde, sondern fordert eher die Leistungs- und Innovationsfähigkeit der Leasinggesellschaft heraus. Je besser sie die Besonderheiten der Objekte und den Markt – insbesondere die Anwenderbedürfnisse – kennt, desto leichter wird ihr der Nachweis fallen, dass es selbst für individuell konfigurierte Produktionsanlagen oder ungewöhnlich erscheinende Leasinggüter potenzielle Käufer oder Nutzer gibt.

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