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M+E-Industrie

Die Frühverrentung kommt auf's Altenteil

| Redakteur: Jürgen Schreier

In der deutschen Metall- und Elektroindustrie ist der Metalitätwandel in Sachen Vorruhestand angekommen. 82 % der von Allensbach im Auftrag von Gesamtmetall befragten Unternehmen wollen ihre Mitarbeiter länger an Bord behalten.

Die Erfahrung älterer Fachkräfte ist unentbehrlich. Deshalb versuchen immer mehr Unternehmen, diese länger zu binden.
Die Erfahrung älterer Fachkräfte ist unentbehrlich. Deshalb versuchen immer mehr Unternehmen, diese länger zu binden.
( Bild: VBM-Archiv )

Nach der Allenbach-Umfrage wollen 82 % der M+E-Unternehmen ihre Mitarbeiter so lange wie möglich halten, nur 4 % wollen sie so früh wie möglich in Rente gehen lassen. 14 % waren unentschieden. Schon 2002

wollten 71 % der Unternehmen die Mitarbeiter halten, aber 12 % plädierten damals noch für den frühestmöglichen Renteneintritt.

85 % der Unternehmen für Weiterbildung von älteren Arbeitnehmern

Vor zehn Jahren war knapp ein Drittel der Unternehmen (30 %) noch der Auffassung, Weiterbildung solle sich auf jüngere Mitarbeiter konzentrieren. Heute sagen das nur noch 13 % der Firmen. Umgekehrt stieg der Anteil der Aussagen, dass sich Weiterbildung von über 50-jährigen für das Unternehmen lohne, von 61 auf 85 %.

Fast die Hälfte der Mitarbeiter spürt Wandel 43 % der Mitarbeiter bekräftigen, ihr Unternehmen lege Wert

darauf, seine Mitarbeiter so lange wie möglich zu halten (2002: 30 %). 27 % glauben, ihr Unternehmen wolle sie so früh wie möglich in Rente schicken (2002: 44 %), 30 % machten keine Angaben (2002: 26 %).

Auch die Mitarbeiter halten Weiterbildung für lohnend

Inzwischen glauben fast drei Viertel der Mitarbeiter (72 %), dass es sich für über 50-jährige Beschäftige lohne, Zeit in ihre Weiterbildung zu investieren, 2002 waren es erst 59 %. Der Anteil derer, die Weiterbildungsinvestitionen nicht für lohnend erachten, halbierte sich von 24 auf 12 %. Nur noch 44 % der Mitarbeiter wollen früher in Rente gehen als gesetzlich vorgesehen, 24 % zum normalen Zeitpunkt, 5 % wollen explizit länger arbeiten. 27 % sind unschlüssig („kommt darauf an“). 2002 betrugen die jeweiligen Werte 56 %

(früher), 21 % (normal), 4 % (später) und 19 % (kommt darauf an). Selbst von jenen, die zum normalen Zeitpunkt oder früher in Rente gehen wollen, können sich nur 18 % gar nicht vorstellen, dennoch länger zu arbeiten.

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