Fanuc Robotics Die Motek wird bei uns neu bewertet

Redakteur: Rüdiger Kroh

Roboterhersteller Fanuc stellt nicht auf der Motek 2011 aus und favorisiert stattdessen die Automatica in München. Warum das so ist, erfuhren wir im Gespräch mit Olaf Kramm, Geschäftsführer der Fanuc Robotics Deutschland GmbH.

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Olaf Kramm, Geschäftsführer der Fanuc Robotics Deutschland GmbH. (Bild: Fanuc)
Olaf Kramm, Geschäftsführer der Fanuc Robotics Deutschland GmbH. (Bild: Fanuc)

Warum stellt Fanuc in diesem Jahr nicht auf der Motek aus?

Kramm: Für uns ist die Automatica die Roboterleitmesse und somit in unserem Fokus. Hinzu kommt, dass wir auf vielen Fachmessen ausstellen und zusätzlich eigene Veranstaltungen durchführen. Der Aufwand einer zusätzlichen Messe, die jährlich stattfindet, passt nicht mehr in unseren Veranstaltungskalender. Der zweijährige Modus der Automatica sagt uns da mehr zu. In den ungeraden Jahren kommt für uns in der Fanuc-Gruppe immer noch die EMO hinzu, auf der wir grundsätzlich mit unseren Schwesterunternehmen auftreten.

Plant Fanuc in den kommenden Jahren eine Teilnahme an der Motek?

Kramm: Generell halten wir die Motek für eine interessante Plattform. Wir sind aktuell dabei, unsere gesamten Marketingmaßnahmen für die nächsten Jahre neu zu planen. Hier wird auch die Motek neu bewertet, jedoch gibt es noch keine endgültige Entscheidung, wie wir unsere Marketingaktivitäten gestalten werden. Wir stehen in engem Kontakt mit der Messe Stuttgart und wissen natürlich auch die örtliche Nähe zu schätzen.

Wie beurteilen Sie langfristig die Motek als Plattform für Roboterhersteller?

Kramm: Solange es eine reine Robotermesse wie die Automatica gibt, werden wir diese vorziehen. Natürlich gibt es zwischen beiden Messen gewisse Überschneidungen, wenn nicht sogar Synergien. Die Aussteller der Motek passen gut zu den Roboterherstellern. Bis dato ist jedoch die Motek für uns konzeptionell nicht stark genug auf den Roboter ausgerichtet.

Automatica, Hannover-Messe, Motek: Wie wird sich Ihrer Einschätzung nach die Messelandschaft für Robotersteller in den nächsten Jahren darstellen?

Kramm: Wir möchten uns hier nicht an Spekulationen beteiligen, glauben aber, dass es dauerhaft eine klare Linie für die Roboterhersteller braucht. Es macht unserer Ansicht nach keinen Sinn, wenn die einzelnen Roboterhersteller aufgrund der unterschiedlichen Messeangebote in verschiedene Richtungen gehen, wie das bereits in der Vergangenheit der Fall war.

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