EMO Hannover 2011 Die Werkzeugmaschinenindustrie in der Tschechischen Republik

Redakteur: Stéphane Itasse

Die Produktion der metallverarbeitenden Maschinen ist zweifelsohne einer der wesentlichen Faktoren, die die Prozesse zum Erhalt einer wettbewerbsfähigen Wirtschaft antreiben. Deshalb kann das Profil dieser Industrie als Indikator für den Zustand der Wirtschaft und die Qualität des Managements betrachtet werden.

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„Schon immer konnte das Auftragsaufkommen sowie die Höhe der Investitionen in der metallverarbeitenden und formgebenden Maschinenindustrie dank der EMO-Messe wesentlich gesteigert werden", sagt Petr Zemánek, Direktor der Association of Engineering Technology. (Bild: SST)
„Schon immer konnte das Auftragsaufkommen sowie die Höhe der Investitionen in der metallverarbeitenden und formgebenden Maschinenindustrie dank der EMO-Messe wesentlich gesteigert werden", sagt Petr Zemánek, Direktor der Association of Engineering Technology. (Bild: SST)

Die aktuellen Leistungen der Branche sowie die regionalen Entwicklungstrends müssen im Zusammenhang der europäischen und weltweiten Wirtschaftsentwicklung gesehen werden. Die gesamte tschechische Wirtschaft hat sich der Weltwirtschaft und internationalen Beschaffungsketten geöffnet und reagiert entsprechend feinfühlig auf jede Veränderung der Weltmärkte.

Werkzeugmaschinenbauer in Tschechien hängen am Export

„Wir dürfen nicht vergessen“, so Petr Zemánek, Direktor der Association of Engineering Technology, „dass mehr als 80% der in Tschechien hergestellten metallverarbeitenden und formgebenden Maschinen exportiert werden, und davon wird ein großer Teil außerhalb der Europäischen Union verkauft. Dieses Aspekt ist ein Vorteil für die tschechische metallverarbeitende und formgebende Maschinenindustrie, die sich dadurch im Bedarfsfall flexibel auf nichteuropäische Märkte, deren absorbierende Kapazität zurzeit erheblich steigt, konzentrieren kann.“

Es ist erfreulich, zu sehen, wie die meisten Maschinenbaugesellschaften Tschechiens die Folgen der letzten Wirtschaftskrise überwinden und sich ernsthaft auf den Aufschwung des Markts vorbereiten, der hauptsächlich in den BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika) sowie in Deutschland bereits begonnen hat. Gleichzeitig suchen diese Unternehmen nach einer flexiblen Antwort auf die sich verändernden Bedingungen und Tendenzen der wirtschaftlichen Entwicklung des asiatischen Markts, insbesondere Chinas, wo die interne Nachfrage in baldiger Zukunft nachlassen könnte und weshalb die europäischen Hersteller auf eine harte Invasion der asiatischen Wettbewerber vorbereitet sein müssen.

Tschechische Werkzeugmaschinenindustrie setzt ebenfalls auf Energieeffizienz

Die weitere Entwicklung der metallverarbeitenden und formgebenden Maschinenindustrie hängt auch von der beschleunigten Einführung neuer Techniken ab, die den Anforderungen der Minderung des Energieverbrauchs und der nachteiligen Umwelteinflüsse der Maschinen über die gesamte Lebensdauer entsprechen. Sowohl auf Landes- als auch auf Europaebene gibt es zahlreiche Projekte, die sich auf diese Thematik konzentrieren.

Zu den daran arbeitenden Forschungsteams zählen neben einigen Experten junge Ingenieure des Engineering Technology Research Center der Technischen Universität in Prag. „Der Erfolg der Ergebnisse dieser Forschungsbemühungen“, sagt Petr Zemánek, „spiegelt sich in der vielgelobten höheren Wettbewerbsfähigkeit der Leistungen tschechischer Hersteller auf den Weltmärkten.“

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