Schweißtechnik Digitale Bedientechnik zeigt sich als upgradefähiger Produktivitätsturbo

Autor / Redakteur: Ralph Saile / Dietmar Kuhn

Der Schweißtechnikexperte Lorch bietet mit der neuen MicorMIG-Inverterserie ein konsequent an den Praxiserfordernissen orientiertes und hocheffizientes Schweißmanagement. Die drei Bedienvarianten Basic, BasicPlus und ControlPro basieren auf einer übergreifenden, einfachen Bedienlogik und sind jederzeit flexibel auf- und umrüstbar sowie intuitiv erlernbar.

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MicorMIG von Lorch soll mit Flexibilität und Zukunftssicherheit beim Anwender punkten und ihn begeistern.
MicorMIG von Lorch soll mit Flexibilität und Zukunftssicherheit beim Anwender punkten und ihn begeistern.
(Bild: Lorch)

Die MIG-MAG-Allrounder der MicorMIG-Serie haben sich als die bessere Alternative zur herkömmlichen Trafoanlage positioniert“, sagen Schweißfachexperten aus Auenwald. Um die herausragenden Schweißqualitäten der stufenlosen Schweißinverter in der Praxis auszuspielen, hat die Lorch Schweißtechnik GmbH drei Bedienvarianten konzipiert. Ein Optimum an Bedienkomfort bietet das neue ControlPro-Bedienfeld mit leuchtstarkem OLED-Display, intuitiver Menüführung, unbegrenzter Upgradefähigkeit und der gleichzeitigen Anzeige der drei Hauptparameter Draht, Spannung und Strom.

Bis zu 100 Jobs für verschiedene Schweißaufgaben schnell anwählen

Hinzu kommen der 21-stufige Dynamikregler sowie ein cleveres Job- und Berechtigungsmanagement mit NFC-Karten, die am Bedienfeld kontaktfrei eingelesen werden. Außer dem einfachen und schnellen Ändern von Maschinen- und Prozesseinstellungen wirkt eine weitere Funktion produktivitätssteigernd: Über das Tiptronic-Jobmanagement kann der Schweißer bis zu 100 verschiedene hinterlegte Jobs für wiederkehrende Schweißaufgaben im Schnellzugriff anwählen.

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Herzstück der EN 1090-zertifizierten MicorMIG-Produktlinie, die aus einer 300-, einer 350-, einer 400- und in Kürze auch einer 500-A-Anlage besteht, ist eine neu entwickelte Bedienoberfläche. Sie wird künftig in weiteren Schweißanlagen von Lorch eingesetzt und sorgt so für eine Durchgängigkeit über die Produktgruppen hinweg. In den drei Levels Basic, BasicPlus und ControlPro kann sich der Schweißbetrieb ganz individuell die richtige Bedienung für seine Anforderungen aussuchen mit der Option, jederzeit das Bedienfeld individuell auf- oder umzurüsten. Durch die übergreifende Bedienlogik kann ein Schweißer immer alle Anlagen intuitiv und ohne Lernphase bedienen. Das Unternehmen erhält mit der Upgradefähigkeit Flexibilität an den Schweißerarbeitsplätzen und Investitionsschutz.

Den drei Bedienvarianten Basic, BasicPlus und ControlPro gemeinsam ist die digitale Anzeige von Schweißstrom und Spannung, die stufenlose Schweißstromeinstellung sowie die mehrstufige Lichtbogenanpassung. Außerdem ist die Qualitätsfunktion „Endkraterfüllung“ zuschaltbar. Die beiden Bedienfelder der synergetischen Anlagen, BasicPlus und ControlPro, besitzen zusätzlich eine Schweißprogrammauswahl im Vorschubraum und sind mit ihren übergreifenden Steuerungstechnologien auf- und umrüstbar.

Mehrstufiges Berechtigungskonzept auf Basis von NFC-Karten

Eine besondere Innovation ist das mehrstufige Berechtigungskonzept auf Basis von NFC-Karten. Die Berechtigungskarten kennen sechs unterschiedliche Benutzertypen. Damit wird die Verstellmöglichkeit von schweißrelevanten Betriebsparametern abhängig von Nutzertyp, Ausbildungsstand und Verantwortlichkeit im Betrieb eingeschränkt. Die Bedienung ist intuitiv: Die Karte wird einfach an die Anlage gehalten. Eine Verriegelungsfunktion stellt den Betrieb der Anlage nur für autorisiertes Personal sicher. Mit der Berechtigungskarte „Welder Basic“ etwa darf der Schweißer die Hauptparameter frei verstellen, hat aber keinen Zugriff auf Neben- und Maschinenparameter. Ein Administrator hingegen hat den Zugriff auf sämtliche Funktionen und Einstellungen.

Idealerweise wird das Berechtigungsmanagement bei den Synergieanlagen der MicorMIG-Serie mit dem ebenso bedienfreundlichen Job-Betrieb kombiniert. Mit der ControlPro und der Option Job-Write lassen sich nämlich Schweißjobs für spezifische Arbeitsplätze und Werkstücke erstellen und direkt auf frei beschreibbare Karten speichern. Über die Karten können dann die Jobs an beliebigen BasicPlus- oder ControlPro-Anlagen aufgerufen werden (Job-Read-Funktion vorausgesetzt). Damit entfällt das Erstellen einzelner Schweißparameter und die Einhaltung der innerbetrieblichen Qualitätsvorgaben ist gewährleistet.

Ein weiterer Vorteil der MicorMIG-Serie ist ihre einfache Upgradefähigkeit. So lassen sich produktivitätssteigernde Schweißverfahren (beispielsweise SpeedArc) und Schweißprogramme (zum Beispiel für Edelstahl oder Aluminium) je nach Bedarf nachträglich individuell aufspielen. Zudem enthält das EN-1090-WPS-Paket der MicorMIG in einer erweiterten Version alle Schweißanweisungen als Jobkarten.

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