Edenred-Ipsos-Barometer 2015 Digitalisierung positiv – bringt aber auch Stress und hohe Arbeitsbelastung

Redakteur: Lena Gerhard

Neue Technologien, Kommunikationsplattformen und ständige Erreichbarkeit: Die Digitalisierung hält Einzug in den Berufsalltag. Gleichzeitig nimmt der Stress zu, die Grenze zwischen Beruf und Freizeit verschwimmt. Wie bewerten das die Mitarbeiter? Dieser und vielen weiteren Fragen geht das aktuelle Edenred-Ipsos-Barometer zu Wohlbefinden und Motivation der Arbeitnehmer nach.

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Wie bewerten die Mitarbeiter die zunehmende Digitalisierung des Berufsalltags? Dieser und vielen weiteren Fragen geht das aktuelle Edenred-Ipsos-Barometer zu Wohlbefinden und Motivation der Arbeitnehmer nach.
Wie bewerten die Mitarbeiter die zunehmende Digitalisierung des Berufsalltags? Dieser und vielen weiteren Fragen geht das aktuelle Edenred-Ipsos-Barometer zu Wohlbefinden und Motivation der Arbeitnehmer nach.
(Bildquelle: ra2studio / Fotolia.com)

Das Ergebnis lässt aufhorchen: Die Auswirkungen der digitalen Entwicklung werden von den Arbeitnehmern größtenteils positiv aufgefasst. So gibt etwa knapp die Hälfte (47 %) der Befragten an, dass durch die Digitalisierung die Eigenständigkeit bei der Arbeit verbessert wird. 45 % sagen, dass die Zusammenarbeit zwischen den Teams eines Unternehmens davon profitiert, dicht gefolgt von der Lebensqualität bei der Arbeit (43 %).

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Darüber hinaus lässt sich aus den Studienergebnissen aber auch ablesen, dass viele Arbeitnehmer noch keinen Einfluss feststellen weder positiv noch negativ. Nur 16 % der Umfrageteilnehmer bestätigen, dass sich die fortschreitende Digitalisierung negativ auf ihren Berufsalltag auswirkt.

Die Studie zeigt jedoch auch, dass die Arbeitnehmer im Vergleich zu letztem Jahr noch stärker das Gefühl haben, außerhalb der Arbeitszeiten durch die Arbeit beansprucht zu werden. Waren es 2014 bereits 71 %, so sind es in diesem Jahr fast drei Viertel der Befragten (74 %), die bisweilen bis häufig in ihrer Freizeit arbeiten.

Insbesondere 90 % der Führungskräfte bestätigen, dass dies für sie Alltag geworden ist. Dass ein solch hoher Workload zu Stress führt, liegt auf der Hand. Demzufolge ist analog zur Arbeitsbelastung außerhalb der Arbeitszeit 2015 auch der Stressfaktor gestiegen: von 6,3 auf 6,6 - auf einer Skala von 1 bis 10.

„Mitarbeiter sehen die Digitalisierung überwiegend positiv, klagen aber gleichzeitig über mehr Stress. Sie profitieren einerseits von den Errungenschaften des digitalen Wandels wie etwa mehr Gestaltungsfreiheit oder eine größere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Andererseits haben sie aber nach ihrem Empfinden mit einer höheren Arbeitsbelastung zu kämpfen. Interessant ist: Mitarbeiter führen dies nicht zwangsweise auf die digitale Entwicklung in den Unternehmen zurück“, kommentiert Christian Aubry, Geschäftsführer von Edenred Deutschland, die Ergebnisse.

Auf die Frage, welche Maßnahme Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern in den letzten Jahren hinsichtlich der Digitalisierung ergriffen haben, antwortet mehr als jeder dritte Befragte (34 %), dass ein elektronisches Management der Personalverwaltung eingeführt worden sei. An zweiter Stelle steht die Virtualisierung der Arbeitsplätze (28 %), etwa durch virtuelle Desktops oder eine Ausstattung für Telefonkonferenzen.

Den dritten Platz teilen sich zwei Maßnahmen: die Einrichtung eines sozialen Firmennetzwerks sowie das Angebot von E-Learning (jeweils 25 %). Insgesamt denkt mehr als die Hälfte der Befragten (51 %), dass ihr Unternehmen gut aufgestellt sei, was den digitalen Fortschritt betrifft - dieses Ergebnis kann mit dem europäischen Durchschnittswert von 54 % gut mithalten.

Die von Edenred in Auftrag gegebene, europaweite Studie wird seit 2008 jährlich durch das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Ipsos mittels einer Online-Befragung durchführt. 13.600 Mitarbeiter aus 14 Ländern wurden in diesem Jahr für die repräsentative Studie befragt, davon 800 in Deutschland.

* Edenred ist ein Anbieter von Gutscheinen und Gutscheinkarten für Mitarbeiter, Kunden und Vertriebspartner.

** Dieser Beitrag erschien zuerst auf unserem Schwesterportal MM MaschinenMarkt. Verantwortlicher Redakteur: Jürgen Schreier.

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