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Hamuel Dreh-Fräszentrum für die Hochgeschwindigkeitszerspanung

| Redakteur: Frank Fladerer

Mit der Baureihe HSTM stellt Hamuel Maschinenbau eine Linie von Fünf-Achs-CNC-Dreh-Fräszentren vor, die für die für die Einzel- und Serienfertigung komplexer Dreh-Frästeile entwickelt wurden.

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Für die für die Einzel- und Serienfertigung komplexer Drehfrästeile sind die Dreh-Fräszentren der HSTM-Reihe gedacht. Ein sechsachsiger Knickarm-Roboter sorgt für das Be- und Entladen. Bild: Hamuel
Für die für die Einzel- und Serienfertigung komplexer Drehfrästeile sind die Dreh-Fräszentren der HSTM-Reihe gedacht. Ein sechsachsiger Knickarm-Roboter sorgt für das Be- und Entladen. Bild: Hamuel
( Archiv: Vogel Business Media )

Das Hochgeschwindigkeits-Dreh-Fräszentrum HSTM 300 eignet sich den Angaben zufolge besonders für die automatische Dreh-Fräsbearbeitung von Blisks (Blade Integrated Disks) und Turbinenschaufeln. So sorgt ein sechsachsiger Knickarm-Roboter für das Be- und Entladen der Maschine und trägt so dazu bei, dass der Arbeitszyklus produktiver wird.

Durch die direkt angetriebenen, hydrostatisch gelagerten Rotationsachsen beschleunigt das Dreh-Fräszentrum 0,6 g bei 40 m/min. Für das Highspeed-Zerspanen sorgt eine Hochleistungsfrässpindel mit 54 kW und 16 000 min-1. Dabei liegt die Wiederholgenauigkeit nach Angabe des Herstellers unter 1 µ und zwar im gesamten Bereich der X-Achse auf einem Weg von 700 mm, in der Y-Achse auf 400 mm und in der Z-Achse auf 570 mm. Diese Präzision ist unter anderem auf die sehr stabile Maschinenkonstruktion zurückzuführen.

Chip sorgt für Werkzeugverwaltung bei Dreh-Fräszentrum

Außerdem verfügt das Dreh-Fräszentrum über ein aktives Werkzeugmanagement, das bedeutet, dass jedes Werkzeug mit einem Chip gekennzeichnet ist, mit dem es steuerungstechnisch identifiziert werden kann. Zusätzlich lassen sich auf diesem Chip Korrekturdaten speichern, die dann an die Steuerung übermittelt werden können. Ein Standzeitmanagement soll zusätzlich dafür sorgen, dass die Werkzeuge nicht länger im Einsatz sind, als es für das gewünschte Fertigungsergebnis erforderlich ist.

Das integrierte Tellermagazin des Dreh-Fräszentrums bietet standardmäßig 24 Werkzeugplätze und kann optional auf 36 Plätze erweitert werden. Für Sonderfälle oder bei Mehrmaschinen-Bedienung bietet Hamuel ein Kettenmagazin mit 60 Plätzen an. Um die hohen geforderten Genauigkeiten bei der Fräsbearbeitung zu erreichen, wird HSK A 63 als Standardschnittstelle eingesetzt.

Optionale Möglichkeit ist ein integriertes Messsystem für die Werkzeug- und Werkstückkontrolle. Für die Werkzeuge ist zu einem eine Bruchkontrolle installiert, zum anderen wird der Verschleiß überprüft und gegebenenfalls kompensiert. Für die Überprüfung des Werkstückes wird ein taktiler Messtaster in die Spindel eingewechselt, mit dem das Werkstück angetastet werden kann, um Abweichungen feststellen zu können.

Um die Späne problemlos zu entsorgen, ist die Y-Achse des Bearbeitungszentrums um 45° schräg angeordnet und der Maschineninnenraum wird zusätzlich permanent gespült. Dazu wird die Maschine mit einem Öl- und Emulsionsnebel-Abscheidegerät ausgerüstet.

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