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Werkzeuge Dreischneidiger Spiralbohrer spart 14 Stunden Fertigungszeit im Monat

| Autor / Redakteur: Dieter Prinz und Andreas Egeler / Rüdiger Kroh

Durch einen dreischneidigen Spiralbohrer kann beim Einbringen von Querbohrungen die Bearbeitungszeit für zwölf Bolzen um 5 min verkürzt werden. Pro Monat summiert sich das auf 14 Stunden. Möglich ist dies vor allem, weil die Vorschubgeschwindigkeit auf 1450 m/min fast verdoppelt werden konnte.

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Bild 1: Zwölf in einer Aufspannung: Statt wie bisher in 7 min werden die Bolzen jetzt in 2 min gefertigt. Nach 2800 Bauteilen sieht die Schneide aus wie neu.
Bild 1: Zwölf in einer Aufspannung: Statt wie bisher in 7 min werden die Bolzen jetzt in 2 min gefertigt. Nach 2800 Bauteilen sieht die Schneide aus wie neu.
(Bild: OSG)

Es ist ein einfaches Bauteil für die Lkw-Industrie: ein Bolzen aus Einsatzstahl 16MnCr5 mit zwei Querbohrungen, eine 35 mm tief für die zentrale Schmierung und eine für die Bolzensicherung mit Durchmesser 5 oder 10,2 mm. Um in einer Aufspannung zwölf dieser Bolzen zu fertigen, brauchte man bei der Egeler GmbH & Co. KG bislang 7 min. Seit dem Einsatz des dreischneidigen Spiralbohrers TRS von OSG wurden daraus 2 min. Eine Zeiteinsparung, die bei diesem Auftrag nicht nur einen Zeitgewinn bringt, sondern zusätzlich Kapazitäten schafft.

Vorschubgeschwindigkeit konnte fast verdoppelt werden

Der Lohnfertiger steht unter permanentem Termindruck, deshalb ist jede Maschine bis auf die Minute verplant. Aus dieser Sicht ist es nicht nur interessant, mehr Teile durchzuschleusen, sondern Mitarbeiter und Maschine auch nicht so lange zu blockieren. Möglich werden diese Zeiteinsparungen in der Hauptsache, weil man die Vorschubgeschwindigkeit mit 1450 m/min fast verdoppeln konnte.

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Von dem Bolzen werden bei Egeler jeden Monat 2000 Stück angefertigt. Die 5 min Zeiteinsparung bedeuten demzufolge bei 167 Aufspannungen 835 min oder 14 h zusätzliche Maschinenkapazität. Diese Bolzen fertigt das Unternehmen mit geringfügigen Abwandlungen seit über 14 Jahren und damals wurde mit einer Vorschubgeschwindigkeit von 200 m/min begonnen.

Nach 2800 Bohrungen sieht der Bohrer noch aus wie neu

Nun sind dreischneidige Spiralbohrer nicht unbedingt neu und werden meist dann eingesetzt, wenn es um eine Zeiteinsparung durch die zusätzliche Schneide geht. Dabei setzen allerdings meist die Werkstoffe die Grenzen. Der Einsatzstahl 16MnCr5 bei Egeler ist für den TRS-Bohrer deshalb kein Problem, weil er durch die Geometrie, spezielle Ausbuchtungen in Kombination mit der Hauptschneide, auch für kurz spanende und zähe Werkstoffe ausgelegt ist. Hinzu kommt die Dreipunktführung, über die sich eine lineare Bohrung wesentlich besser bestimmen lässt. Im Vergleich zu den zweischneidigen Bohrern sind das zudem messbare Vorteile in Stabilität und Bohrungsrundheit.

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