Lackieren Dürr setzt sich mit Technik zur Lacknebelabscheidung in Japan durch

Redakteur: Stéphane Itasse

Die Dürr Systems GmbH kann im hart umkämpften japanischen Markt punkten: Bei der Lackierung von Aluminiumbauteilen für den Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen setzt der Bahnbetreiber JR Tokai zukünftig auf den Lacknebelabscheider Ecodry-Scrubber. Im Sommer 2015 wird die Anlage in Hamamatsu ihren Betrieb aufnehmen, wie Dürr am Dienstag in Bietigheim-Bissingen mitteilt.

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Bei der Lackierung der Aluminiumverkleidungen für den Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen wird der Lacknebel künftig mit dem Ecodry-Scrubber von Dürr abgeschieden.
Bei der Lackierung der Aluminiumverkleidungen für den Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen wird der Lacknebel künftig mit dem Ecodry-Scrubber von Dürr abgeschieden.
(Bild: Dürr)

Eine Komponente des jahrzehntelangen Shinkansen-Erfolgs ist die kontinuierliche Weiterentwicklung des Gesamtkonzeptes und seiner Einzelteile, wie es in der Mitteilung heißt. JR Tokai habe sich deshalb dafür entschieden, in Kürze auf strömungsoptimierte Aluminiumverkleidungen zu setzen, die in einer speziellen Lackierkabine ihre Beschichtung erhalten. Die Trockenabscheidung des überschüssigen Lacknebels in der Lackierkabine erfolge hierbei mit dem Ecodry-Scrubber von Dürr, der seit seiner Markteinführung vor sechs Jahren vor allem in der Automobilindustrie auf eine große Nachfrage treffe.

Der Grund: Kalksteinmehl fungiere als natürliches Bindemittel und mache den Einsatz von Wasser und Koagulierungschemikalien sowie die Entsorgung von Lackschlamm überflüssig. Die trockene Abscheidung von Farbnebel verringere nicht nur die Abluftbelastung, das System sei zudem wartungsarm, einfach bedienbar, nahezu klimaunabhängig und könne für alle Lackarten eingesetzt werden. Auch der Umwelt ist laut Hersteller damit geholfen: Das mit Lack gesättigte Kalksteinmehl könne in anderen Bereichen wie beispielsweise der Zementindustrie weiterverwertet werden. „Wir freuen uns, mit diesem Projekt eine neue Branche bedienen zu können – und das in einem anspruchsvollen Markt wie Japan“, sagt Hirokazu Okahana, Managing Director von Dürr Japan. Angaben zum Auftragsvolumen machte Dürr nicht.

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