Digitale Fabrik ECS-Umfrage: Product Lifecycle Management sichert die Qualität in der Fertigungsindustrie

Redakteur: Jürgen Schreier

Neumarkt (js) – Die deutsche Wirtschaft erleidet durch Software-Fehler jedes Jahr einen finanziellen Schaden im dreistelligen Millionenbereich. Das ist ein gravierendes Ergebnis

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Neumarkt (js) – Die deutsche Wirtschaft erleidet durch Software-Fehler jedes Jahr einen finanziellen Schaden im dreistelligen Millionenbereich. Das ist ein gravierendes Ergebnis einer Studie zum Thema Software-Qualitätssicherung, die der Product-Lifecycle-Management-(PLM)-Spezialist ECS Engineering Consulting & Solutions vorgestellt hat. Die Studie basiert auf einer Umfrage unter 100 Fach- und Führungskräften aus der Industrie.

Danach beziffern 42% Prozent der befragten Manager den finanziellen Schaden durch Software-Fehler auf 100 Mio. Euro. Jeweils 25% setzen den Wert sogar auf 1 Mrd. beziehungsweise mehr als 1 Mrd. Euro an. Nur 8% sind der Meinung, dass sich der Schaden im Rahmen von 10 Mio. Euro bewegt. „Die Zahlen, die uns die Experten aus der Industrie geliefert haben, sind durchaus alarmierend und zeigen, dass dem Qualitätsmanagement zukünftig eine gewichtige Rolle zufällt“, kommentiert Wolfgang Dietzler, Chief Executive Officer (CEO) der ECS Engineering Consulting & Solutions, die Ergebnisse. „Vor allem die Branche, in der wir zu Hause sind, nämlich die Fertigungsindustrie, bietet ein großes Potenzial, die Software-Fehlerquote zu minimieren.“

In der Tat weisen die befragten Experten der Fertigungs- beziehungsweise Produktionsbranche die höchste Software-Fehlerquote zu. 44% der Befragten sind dieser Überzeugung. Ebenfalls mit hohen Quoten behaftet sind die Branchen Banken/Versicherungen (18%), Logistik (16%) und Elektronik (13%). Als die fehlerintensivsten Plattformen haben die Fach- und Führungskräfte PCs (29%) und Internet-Server (26%) ausgemacht, gefolgt von intelligenten Haushaltsgeräten (13%), Handys sowie Autos (je 11%). Immerhin wird laut Expertenmeinung (43%) die qualitativ hochwertigste Software in Deutschland entwickelt.

Fertigungsindustrie hat in Sachen PLM Handlungsbedarf

Die Defizite bei der Software-Qualität gerade in der Fertigungsindustrie führen die PLM-Spezialisten der ECS auf den Umstand zurück, dass vielerorts immer noch kein einheitliches und durchgängiges Lösungssystem vorherrscht. Genau an diesem Punkt setzt das Product Lifecycle Management an, das den gesamten Lebenszyklus eines Produktes als einen Geschäftsvorgang betrachtet, bei dem ein Rädchen ins andere greift. Nur so können alle Daten, die bei der Entstehung, Lagerhaltung und dem Vertrieb eines Produktes anfallen, einheitlich gespeichert, verwaltet und abgerufen werden.

Alle Systeme greifen auf gleiche Datenbasis zu

Idealerweise greifen also alle Bereiche beziehungsweise Systeme, die mit einem Produkt in Berührung kommen, auf eine gemeinsame Datenbasis zu. Das erhöht nicht nur die Qualität des Produktes selbst, sondern auch aller computergestützten Schritte der Produktentwicklung: Von der Planung (PPS/ERP), Konstruktion (CAD), Berechnung (CAE) und Fertigung (CAM) bis zum Controlling, Vertrieb und Service.

„Erst die ganzheitliche, strukturierte und konsistente Verwaltung aller Abläufe und Daten, wie es beim Product Lifecycle Management umgesetzt wird, kann speziell die Fertigungsindustrie vor hohen finanziellen Verlusten bewahren, indem qualitativ hochwertige Produkte entstehen“, ist Peter Teckentrup, Chief Operation Officer der ECS Engineering Consulting & Solutions, überzeugt. „Ob diskrete oder Prozess-Industrie, Fehler kosten Geld und werden nicht verziehen. Bei der Entwicklung eines Produktes ist deshalb die Synchronisation aller Beteiligter elementar. PLM ist hier der absolut richtige und einzige Weg, um optimale Qualität zu erreichen.“

Die ECS Engineering Consulting & Solutions GmbH ist ein international führender Spezialist auf dem Gebiet des Product Lifecycle Managements (PLM). Im Bereich der Fertigungsindustrie deckt das über Partnerschaften international vernetzte Unternehmen den gesamten Produktlebenszyklus von der ersten Produktidee, Entwicklung und Konstruktion über Produktion, Vertrieb und Service bis zum Recycling ab. Know-how in der Gestaltung und Verbesserung von Geschäftsprozessen, in der Produktdaten-Modellierung und Systemintegration gehören ebenso zum Portfolio wie umfangreiches Wissen zu Standardlösungen der Software-Anbieter Agile, BEA, IBM, MatrixOne, PTC, SAP oder Siemens/UGS.

Mit der Integrationsplattform eCenter und der zertifizierten SAP-Partnerlösung SAP PLM Integrator stellt das Unternehmen außerdem eigene Programme für die Fertigungsindustrie zur Verfügung. Spezialisiert auf die Branchen Maschinen- und Anlagenbau, Luft- und Raumfahrttechnik, Informations- und Kommunikationstechnik sowie Elektrotechnik, beschäftigt der ECS-Verbund weltweit 120 Mitarbeiter.

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