Das Fraunhofer ILT auf der Euroblech 2018

Ein strahlendes Quintumvirat der Laseranwendung für Blech

| Redakteur: Peter Königsreuther

Eine Hauptrolle spielt im neuen NRW-Projekt „Multipromobil“ ein multifunktionaler Laser-Bearbeitungskopf, der innovative Blechbaugruppen durch integriertes Schneiden, Schweißen und Generieren von additiven Strukturen ermöglicht. Das Fraunhofer ILT stellt im Rahmen der Euroblech 2018 dieses und vier weitere laserbasierte Projekt vor – Halle 11 am Stand A25.
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Eine Hauptrolle spielt im neuen NRW-Projekt „Multipromobil“ ein multifunktionaler Laser-Bearbeitungskopf, der innovative Blechbaugruppen durch integriertes Schneiden, Schweißen und Generieren von additiven Strukturen ermöglicht. Das Fraunhofer ILT stellt im Rahmen der Euroblech 2018 dieses und vier weitere laserbasierte Projekt vor – Halle 11 am Stand A25. (Bild: ILT)

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„Take five“, sagen die Forscher des ILT, und präsentieren gleich fünf laserbasierte Projekte – vom Schneiden und Fügen bis zur Stanzalternative. Exponate, Videos und Demonstratoren könnten die Besucher genießen. Halle 11 am Stand A25.

„Die Lasertechnik ist im Zusammenspiel mit der Digitalisierung eine prädestinierte Lösung, um in volatilen Märkten ständig schwankende und nicht mehr vorhersagbare Losgrößen wirtschaftlich produzieren zu können“, erklärt Dr. Dirk Petring, Gruppenleiter Makrofügen und Schneiden am ILT.

Roboter meistern die „dreifaltige“ Laserbearbeitung

Zu diesem Anspruch passe das Leitmarktprojekt „Multipromobil“. Das NRW-geförderte Vorhaben wird vom ILT koordiniert, heißt es. Ein Roboter und ein multifunktionaler Laserbearbeitungskopf sollen durch cleveres Zusammenspiel das integrierte Schneiden, Schweißen ermöglichen, sowie additiven Strukturen aufbauen können. Ein digitaler Zwilling sowie eine smarte Auslegungs- und Simulationssoftware sollen das unterstützen, um den Ressourcenverbrauch um rund 20 % zu senken und die Inbetriebnahme von Systemen um etwa 30 % zu beschleunigen. In einer nachfolgenden Ausbaustufe soll eine Fertigungsanlage mit mehreren Robotern entstehen, in der jeder einzelne Roboter alle drei Fertigungsdisziplinen beherrsche.Damit, so Dr. Petring, lassen sich Prozessketten für die Herstellung von Blechbaugruppen gerade mit Blick auf die schrittweise Einführung der E-Mobilität sehr flexibel und skalierbar gestalten.

Laser konkurriert mit Stanze

Ein anderes Projekt ist das laserbasierte Hochgeschwindigkeitsschneiden, das dem Stanzprozess Konkurrenz macht, wie die Forscher betonen: Im Honda-Werk in Yorii (Japan) hat man, wie es weiter heißt, das Stanzen von bis zu 1,8 m × 4,0 m großen Stahlblechen mit einer Dicke von 0,5 bis 2,3 mm durch einen extrem schnellen Laserschneidprozess ersetzt, der mit einer Geschwindigkeit von maximal 115 m/min arbeitet. Honda erreiche mit dem System seit der Einführung im Jahr 2015 eine Ausbringung von 18.700 Karosserieteilen pro Tag. Dr. Petring: „Wir berichten in Hannover über den nächsten Schritt, hin zu einem sehr schnellen Schneidprozess für differenziert gewalztes Band mit partiell unterschiedlichen Eigenschaften, den wir aktuell zusammen mit der Bilstein GmbH & Co. KG in Hagen gehen.“

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