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Fronius Eine grüne Fabrik made in Austria?

| Redakteur: Robert Weber

2012 will Fronius wie im Vorjahr die 400-Mio.-Euro-Schwelle beim Umsatz übertreffen. Ein zweistelliger Prozentsatz davon fließt in die Forschung und Entwicklung. Der Anspruch: Technologieführer in den Sparten Batterieladesysteme, Solarelektronik und Schweißtechnik zu sein.

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Überzeugungsarbeit: Fronius-Manager präsentierten auf der Pressekonferenz die Unternehmensvision von der Zukunft in der Intralogistik.
Überzeugungsarbeit: Fronius-Manager präsentierten auf der Pressekonferenz die Unternehmensvision von der Zukunft in der Intralogistik.
(Bild: Fronius)

Das in Wels (Österreich) beheimatete Industrieunternehmen Fronius ist stolz auf seine drei Sparten Batterieladesysteme, Solarelektronik und Schweißtechnik – allein in den Schlüsselbranchen Autoindustrie und Solarwirtschaft werden oder sind die Zeiten ungemütlich. Doch die Österreicher sind optimistisch. „Bis jetzt spüren wir in der Autoindustrie noch keine Abkühlung. Unsere Projekte für 2013 sind eingetaktet“, erklärte Otto Schuster, Geschäftsleitung Marketing und Vertrieb, auf einer Pressekonferenz. Im Solargeschäft gab der Österreicher zu, dass das Zurückfahren der Förderung in Deutschland auch Auswirkungen auf Fronius habe.

Die USA – Wachstumsmarkt für Solarelektronik

Im Krisenland Spanien habe man Rückgänge verzeichnen müssen, hieß es am Rande der Konferenz. Doch gleichzeitig sehen die Österreicher auch Chancen für Spanien, Griechenland und Co. im Solarmarkt. Hoffnung mache aber vor allem der US-Markt. „Die USA sind ein Wachstumsmarkt für Solarelektronik“, erklärte Schuster. Die Frage, ob Strafzölle gegen chinesische Solarprodukte eine Lösung seien, kommentierte er: „Das unterstützen wir nicht aktiv.“

Mit Zahlen spart das Familienunternehmen. Nur so viel: Dieses Jahr will Fronius wie im Vorjahr die 400-Mio.-Euro-Schwelle beim Umsatz übertreffen. Ein zweistelliger Prozentsatz davon fließt in die Forschung und Entwicklung, versicherte Schuster. Der Anspruch: Technologieführer in allen drei Sparten zu sein.

Dafür nutzen die Verantwortlichen auch Synergien im Konzern. Beispiel: Solar- und Batterietechnik. Wird Fronius zum Lieferanten erneuerbarer Energien in der Industrie? „Das ist eine Denkvariante“, erklärte Heinz Hackl aus der Forschungsabteilung. Mit der auf dem Dach erzeugten, in der Brennstoffzelle gespeicherten und im Flurförderzeug verbrauchten Energie kann sich Fronius Geschäfte vorstellen.

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