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AutomationML Einheitliches Datenformat für Fertigungsautomatisierung lässt Toolhersteller aufhorchen

| Redakteur: Jürgen Schreier

Hannover (js) – Großer Automatisierer-Bahnhof in Hannover für ein künftiges herstellerneutrales Datenformat: Daimler-Chrysler, ABB, Kuka Roboter, Rockwell, Siemens A&D, Netallied und

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Anton Hirzle, Daimler-Chrysler: „Unzureichend standardisierte Datenaustauschlösungen verursachen bis zu 60 Prozent der Gesamtinvestitionen.“ Bild: Kroh
Anton Hirzle, Daimler-Chrysler: „Unzureichend standardisierte Datenaustauschlösungen verursachen bis zu 60 Prozent der Gesamtinvestitionen.“ Bild: Kroh
( Archiv: Vogel Business Media )

Hannover (js) – Großer Automatisierer-Bahnhof in Hannover für ein künftiges herstellerneutrales Datenformat: Daimler-Chrysler, ABB, Kuka Roboter, Rockwell, Siemens A&D, Netallied und Zühlke Engineering sowie die Unis Karlsruhe und Magdeburg wollen mit AutomationML den durchgehenden Austausch von Engineering-Daten standardisieren.

Man will Standards für Tools von der Planung bis zur Steuerung setzen. Das Datenformat soll kostenfrei allen zur Verfügung stehen, die es nutzen wollen, und zwar in einer ersten Version noch vor Ende des Jahres. Initiiert von Daimler-Chrysler fanden sich die Partner zusammen, mit dem Ziel, die hohen Kosten beim Engineering kräftig senken zu können. Denn immerhin verursachen bis zu 60% der Gesamtinvestitionen unzureichend standardisierte Datenaustauschlösungen, bringt Anton Hirzle, Daimler-Chrysler, die Motivation der Initiative auf den Punkt.

Der im Bereich Produktionsplanung Verfahrensentwicklung Automatisierungstechnologien und Simulation beim schwäbischen Autobauer Verantwortliche weiter: „Mit AutomationML können wir unsere Zeit effizient für die Planung von neuen Anlagenkonzepten einsetzen, ohne jedes Mal erheblichen Aufwand in die Austauschbarkeit von Daten investieren zu müssen.“

Für die Hersteller von Engineeringtools ergibt sich somit eine neue Situation, der sie sich stellen müssen. Erste Reaktionen zeigen, der ein oder andere Toollieferant sieht durchaus neue Chancen, andere melden eher Bedenken an, wie künftig die Welt für Tool-Hersteller wohl aussehen werde. Fazit aller: Die Zukunft wird spannend.

Reinhard Kluger

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