Oberflächenvorbehandlung Einstufige Prozesse verbessern das Beizen von Aluminiumteilen

Autor / Redakteur: Michael Frank / Josef-Martin Kraus

Der definierte Beizabtrag von Aluminium und Legierungselementen ist entscheidend für die Korrosionsbeständigkeit lackierter Aluminiumteile. Mehr Effizienz versprechen Einstufenprozesse mit fluoridhaltigen sauren Beizreinigern. Sie sind zweistufigen Prozessen vorzuziehen, bei denen erst eine alkalische, dann eine saure Beize verwendet wird.

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Bild 1: Die Prozessführung beim Beizen ist entscheidend für den Metallabtrag und somit für die Korrosionsbeständigkeit von Aluminiumoberflächen, die lackiert werden.
Bild 1: Die Prozessführung beim Beizen ist entscheidend für den Metallabtrag und somit für die Korrosionsbeständigkeit von Aluminiumoberflächen, die lackiert werden.
(Bild: Henkel)

Die Qualitätsanforderungen an lackiertes Aluminium für den Fassadenbereich sind sehr hoch. Sie werden mithilfe von Qualitätsrichtlinien international anerkannter Gütegemeinschaften wie GSB oder Qualicoat gewährleistet. Dem Zusammenspiel der Metallvorbehandlung und der meist angewendeten, nachfolgenden Pulverlackierung kommt dabei eine besondere Bedeutung zu (Bild 1).

Wegfall des pH-Wechselszwischen extremen Werten

In den vergangenen Jahren lag das Hauptaugenmerk der Entwicklung im Bereich der Aluminiumvorbehandlung auf der Substitution Chrom(VI)-haltiger Konversionsmittel. Man hat sogenannte chromfreie Verfahren auf Zirkonium- und Titanbasis am Markt eingeführt. Im Rahmen dieser Substitution wurde in vielen Diskussionen jedoch außer Acht gelassen, dass das Konversionsbad nur ein Bestandteil eines komplexen Prozesses ist. Bei näherer Betrachtung der einzelnen Prozessstufen wird klar, welche Bedeutung den Reinigungs- und Beizschritten zukommt. Gerade der damit einhergehende definierte Angriff auf das Aluminiumsubstrat ist für die Korrosionsbeständigkeit des lackierten Objekts entscheidend.

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