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Eisele feiert Richtfest für ein automatisches Behälterlager

| Redakteur: Frauke Finus

Mitte Oktober fand im Waiblinger Gewerbegebiet das Richtfest für ein neues automatisiertes Kleinteilelager von Eisele Pneumatics statt. Mit der Standorterweiterung stellt das mittelständische Familienunternehmen die Weichen für weitere Internationalisierung und begegnet dem digitalen Wandel in der Logistikkette.

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Der Gebäudekomplex auf dem Eisele-Gelände wird nach seiner Fertigstellung ein automatisiertes Kleinteilelager sowie weitere Büro- und Produktionsflächen beheimaten.
Der Gebäudekomplex auf dem Eisele-Gelände wird nach seiner Fertigstellung ein automatisiertes Kleinteilelager sowie weitere Büro- und Produktionsflächen beheimaten.
( Bild: Eisele )

Der Kabarettist Thomas Schreckenberger parodierte das Thema Digitalisierung bei seinem Auftritt anlässlich des Richtfestes bei Eisele in Form einer fiktiven Diskussionsrunde hochrangiger Politiker – darunter Angela Merkel und Edmund Stoiber – in der diese überraschend wenig zum Thema zu sagen hatten. Umso mehr beizutragen hatte Bauherr und Eisele-Geschäftsführer Thomas Maier: Für ihn steht die Digitalisierung der mittelständischen Unternehmen in der Region im Mittelpunkt, um fit für die Zukunft zu bleiben. Dabei geht es wie bei Eisele vor allem um die Optimierung der Geschäftsprozesse vom Auftragseingang und der Produktionsplanung über die Fertigung und Qualitätskontrolle bis zu Lagerung und Versand.

Um auf dem Weltmarkt wirtschaftlich zu sein brauche es nicht nur bessere Prozesse, sondern auch neue Produkte. Eisele strebt laut Maier einen durchgehend papierlosen Prozess an, an dessen Ende die Verbindung zum neuen automatisierten Kleinteilelager steht. Der gesamte interne Informationsaustausch des Unternehmens wird bis zur Inbetriebnahme des Lagers auf elektronischem Weg ablaufen, von digitalen Aufträgen bis hin zur digitalen CAD-Daten- und Zeichnungsausgabe, wie es in einer Unternehmensmitteilung heißt. Effiziente Prozesse sieht Maier neben der aktiv betriebenen Internationalisierung des Unternehmens und dem Fokus auf Zukunftsthemen wie die E-Mobilität als einen der wichtigsten Beiträge zur langfristigen Sicherung des Standorts und der Arbeitsplätze in Waiblingen

Erfolgreiche internationale Expansion

Den sichtbaren Teil der neuen Logistikprozesse konnten die Gäste vor Ort in Augenschein nehmen: Die Stuttgarter Viastore Systems GmbH errichtet in dem Rohbau ein automatisiertes Kleinteilelager mit vier Gassen, das Platz für 17.280 Behälter bietet und bei Bedarf auf bis zu 26.780 Behälter erweitert werden kann. Da Eisele vor allem kompakte Bauteile für den Anschluss von Schlauchleitungen produziert, handelt es sich dabei um Kunststoffboxen in unterschiedlicher Größe. Diese werden von fünf sogenannten Shuttles bewegt. Die Shuttles fahren auf Schienen, die an den Regalzeilen angebracht sind und werden über Lifte auf die jeweilige Regalebene gehoben. Sie können auch selbständig die Regalgänge wechseln, wodurch der vorhandene Platz optimal genutzt wird, heißt es weiter.

Eisele hat nach eigenen Angaben durch seine erfolgreiche internationale Expansion insbesondere in den USA und Asien viele Automobilkunden hinzugewonnen, die alle gleichermaßen pünktlich beliefert werden müssen. Durch das neue Kleinteilelager sollen die schnelle Verteilung und der Vertrieb der Waren gesichert werden. Mit dem Neubau begegnet Eisele dem enormen Kostendruck im stark umkämpften Markt der Zulieferindustrie, wie es heißt. Fertiggestellt wird das Lager zusammen mit weiteren Produktions- und Büroflächen voraussichtlich im Mai 2018. Im Anschluss an die Fertigstellung erfolgt der Umzug der kompletten Firma vom Ameisenbühl an den neuen Standort in der Lise-Meitner-Straße. Auch Freiflächen für künftiges Wachstum sind dort vorhanden.

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