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EMO 2019 wird digitale Fitnesskur für Zerspaner

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Doppelte Datengenerierung muss nicht sein

Obwohl die Beteiligten oft die gleichen Daten benötigen, werden diese mehrfach generiert und in redundanten Datenbanken gepflegt, berichtet Fiorucci das daraus folgende Manko. Anders läuft es mit Unterstützung einer Cloud ab, sagt er. Auf einer solchen Plattform könnte als virtuelles Abbild der Werkzugdaten digitale Zwillinge inklusive vieler wichtiger Kennwerte wie beispielsweise Schnittdaten, Standmengen oder die Anzahl der Wiederaufbereitungen, entstehen und genutzt werden.

Die Cloud als nützlicher Zerspanertreffpunkt

Die zentrale Datenerfassung macht das mehrfache Erzeugen von Datensätzen überflüssig, heißt es weiter. Doch die Cloud konzentriere nicht nur die Daten der Werkzeuge, sondern verbessere auch das Zusammenspiel. Fiorucci merkt zu diesem Alleinstellungsmerkmal an: „Wir bringen alle Geschäftspartner der Zerspanungsbranche über die Firmengrenzen hinaus zusammen.“ Dazu zählten zerspanende Unternehmen, Werkzeughersteller und Dienstleister, die zum Beispiel das Nachschleifen oder die Beschichtung übernehmen.

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Werkzeuge mit „Grips“ vermeiden Crash und Kosten

Zu den Klassikern der Digitalisierung zählen intelligente Werkzeuge, die aufgrund der neuen, leicht zu integrierenden Sensorik neue Aufgaben übernehmen. Gefragt ist Messtechnik, die dem Anwender einen schnellen, regelnden Eingriff in den Prozess ermöglicht, der etwa Verschleiß verringert und Werkzeugbeschädigungen verhindert. Für ein Unternehmen der Energiebranche entstand bei der LMT Kieninger GmbH & Co. KG aus Lahr ein so genannter Rückwärtssenker etwa für die Bohrungsherstellung in großen Gasturbinen. Christian Krieg, Abteilungsleiter für Forschung und Entwicklung: „Die Sensorik zeigt an, ob die einzelnen Schneidelemente aus- beziehungsweise eingefahren sind, um eine Beschädigung der Bauteile beziehungsweise Werkzeuge zu verhindern.“

Hochwertiger Werkzeug- und Formenbau mit Sensortechnik

Im Werkzeug- und Formenbau überwachen integrierte Sensoren innerhalb der Werkzeugaufnahmen die Prozesskräfte und die erzeugten Schwingungen. So lassen sich Rattermarken vermeiden. Im Idealfall lässt sich mit derartig intelligenten Werkzeugen eine autonome Regelung aufbauen, die Schnittparameter in Echtzeit an den Fräsprozess anpasst.

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