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EMO 2019 wird digitale Fitnesskur für Zerspaner

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Reichhaltiges Digitalisierungsevent in Thüringen

Die Digitalisierung stand, wie oben bereits angedeutet, im November 2018 im Mittelpunkt der Schmalkalder Werkzeugtagung, einer Veranstaltung der GFE und des VDMA-Fachverbandes Präzisionswerkzeuge und der Hochschule Schmalkalden. Vertreten waren alle wichtigen Werkzeug- und Maschinenhersteller, Institute und viele prominente Anwender wie Audi, BMW, Bosch, Daimler oder VW.

Zerspanungsprozesse sind digital optimierbar – dennoch gibt's Grenzen

Für die rund 180 Teilnehmer stand am Ende eines fest: Im Kommen ist die virtuelle Bearbeitung, die zunehmend mit Methoden der Künstlichen Intelligenz (KI) reale Zerspanungsabläufe risikolos auf dem Computer in Echtzeit optimiert. Doch alles hat seine Grenzen: So sei KI zwar ein schönes Tool, das aber immer unter dem wachsamen Auge der Mitarbeiter ablaufen und überprüft werden müsse. Ebenso kritisch bewertet die Branche die Rolle der allgegenwärtigen Simulation. Sie erspare dem Zerspaner zwar viele teure Versuche, mache die so genannte reale Validierung trotzdem nicht ganz überflüssig. „Die Teilnehmer waren sich dennoch einig, dass auch die reale Zerspanung angesichts neuer Schneidstoffe, Geometrien und Beschichtungen immer noch wichtig genug ist, um das Geld an der Schneide zu verdienen", resümiert der GFE-Geschäftsführer Barthelmä.

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Additive Fertigung kann bisher nur unterstützen

Mit einem weinenden und einem lachenden Auge sieht die Branche eine wichtige Entwicklung, die sich parallel zur Digitalisierung anbahnt. Die Rede ist vom Trendthema Additive Fertigung, das als Hype-Schlagzeile auch unter dem Begriff 3D-Druck in die breite Publikumspresse Eingang gefunden hat. Die übereinstimmende Meinung der Tagungsteilnehmer lautet jedoch: „Additive Verfahren sind eine interessante Ergänzung, können das Zerspanen aber nicht komplett ersetzen, zumal der industrielle 3D-Druck in der Regel noch keine endkonturnahe Bearbeitung erlaubt. Außerdem kommt er heute meist nicht ohne ein endgültiges Finishing durch Schlichten oder Polieren aus, wie die Experten betonen.

Die Zukunft der Digitalisierung in der Zerspanung heute schon im Blick

Wie es in Sachen Digitalisierung weiter gehen wird, erfährt die Branche als nächstes vom 26. bis 29. Juni 2019 am Tegernsee auf der World Cutting Conference (WCTC) des VDMA Fachverbands Präzisionswerkzeuge. Und fünf Monate später, wartet die Zerspanungsmesse EMO 2019 in Hannover vom 16. bis 21. September 2019, mit dem Thema auf.

Am Tegernsee und in Hannover werden nicht nur technische Aspekte vorgestellt und diskutiert, denn Werkzeugexperten wie Barthelmä denken schon jetzt weiter: „Interessant sind sicher auch Themen, die über das rein Technische hinausgehen, wie zum Beispiel juristische Aspekte, die sich mit der Arbeits- und Datensicherheit befassen.“ Auch darum werde es auf den Foren und Ständen der EMO gehen.

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