EMO Hannover 2011 EMO-Fokus: Chancen und Risiken des russischen Marktes

Redakteur: Bernhard Kuttkat

Russland steht auf Platz drei der wichtigsten Exportmärkte für die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie. Vor diesem Hintergrund veranstaltet der VDW das Seminar „EMO-Fokus Russland: Produktionsausrüster gefordert“. Praktiker informieren über den russischen Markt.

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Russland hat seinen gesamten Werkzeugmaschinenverbrauch seit 1999 um das Achtfache auf rund 1,4 Mrd. Euro nach oben geschraubt. Für die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie steht Russland auf Platz drei der wichtigsten Exportmärkte.

Russland braucht noch viele Werkzeugmaschinen

Nach der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise zeigen nun alle Kennzahlen für die wirtschaftliche Entwicklung wieder steil nach oben. Der Modernisierungsbedarf der russischen Industrie ist immens und das Geschäftspotenzial für Produktionsausrüster damit ebenso. Die Einnahmen sprudeln wieder reichlich. Für 2011 ist ein Wachstum der Anlageinvestitionen um rund 8% prognostiziert.

Zum Vergleich: Die Eurozone soll im gleichen Zeitraum um etwa 1,5% wachsen. Vielversprechende Kunden für Anbieter von Produktionstechnik sind die Automobilindustrie und der Luftfahrzeugbau in Russland.

Russland-Seminar auf der EMO Hannover 2011

Alles Grund genug für den VDW als Organisator der EMO Hannover, am 21. September 2011 im Convention Center, Saal 3 A, von 9.30 bis 13.15 Uhr das halbtägige Seminar „EMO-Fokus Russland: Rohstoffdevisen locken Produktionsausrüster“ zu veranstalten. Mit dem Land und seinen Rahmenbedingungen vertraute Fachleute informieren über den russischen Markt und insbesondere die beiden Wachstumsfelder Automobil- und Flugzeugbau.

Praktiker unterschiedlicher Profession vermitteln Spezialwissen in juristischer Hinsicht, bezogen auf Finanzierungsmöglichkeiten und technische Regularien. Das Seminar richtet sich an internationale EMO-Aussteller und Besucher aus dem Maschinen- und Anlagenbau, die ihr Russlandgeschäft vorantreiben wollen.

Wie richtig die Entscheidung des VDW ist, die erheblichen Chancen, aber auch die Risiken des Russlandgeschäfts im Rahmen eines Seminars während der EMO-Laufzeit in Hannover durch ausgewiesene Russlandkenner analysieren zu lassen, zeigt das in der Tagespresse thematisierte „Dekret 166“ der russischen Regierung. Diese hat kürzlich hohe zweistellige Steigerungsraten bei den Neuzulassungen im eigenen Flächenstaat aufgegriffen und die in Russland aktiven ausländischen Automobilhersteller aufgefordert, von 2015 an mindestens 300.000 Fahrzeuge in Russland selbst zu bauen. Andernfalls greifen Einfuhrzölle auf importierte Bauteile und Systemkomponenten.

Automobilhersteller in Russland müssen Produktion ausweiten

Milliardenschwere Investitionen hat der Automotive-Sektor bereits in Russland getätigt, zur Erfüllung der neuen Marschzahl werden zusätzliche Budgets erforderlich sein. So hat beispielsweise VW die notwendigen Unterlagen bereits eingereicht, in der Diskussion ist die Ausweitung der Produktion im konzerneigenen Werk Kaluga beziehungsgweise der Bau eines leistungsstarken Zweitwerks am gleichen Standort.

„Die EMO Hannover 2011 präsentiert ‚Werkzeugmaschinen und mehr’, erläutert VDW-Vorsitzender Martin Kapp, „sie ist die wichtigste internationale Plattform für technische und wirtschaftliche Trends in der Metallbearbeitung. Deshalb thematisieren wir den spannenden zukunftsträchtigen Markt Russland und bieten EMO-Ausstellern und Besuchern wertvolle Informationen und Tipps aus erster Hand für ihr Russlandgeschäft.“

Weitere Informationen zum Russland-Seminar: VDW, Gerhard Hein, Tel. (0 69) 75 60 81-43, g.hein@vdw.de; Klaus-Peter Kuhnmünch, Tel. (0 69) 75 60 81-37, kp.kuhnmuench@vdw.de

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