Umformpressen Endspurt lässt für Schuler das Geschäftsjahr 2016 versöhnlich ausklingen

Autor: Stéphane Itasse

Dank eines hohen Umsatzes im vierten Quartal 2016 ist es dem Göppinger Pressenhersteller gelungen, das gesamte vergangene Geschäftsjahr in etwa auf dem Niveau des Vorangegangenen zu halten. Besonders erfreulich habe sich zudem der Auftragseingang entwickelt, wie der Schuler-Vorstandsvorsitzende Stefan Klebert auf der Bilanzpressekonferenz am Freitag sagte.

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Die 2016 übernommenen Tochtergesellschaften Aweba (Bild) und Yadon haben bereits im ersten Jahr positiv zu Wachstum und Ergebnis von Schuler beigetragen.
Die 2016 übernommenen Tochtergesellschaften Aweba (Bild) und Yadon haben bereits im ersten Jahr positiv zu Wachstum und Ergebnis von Schuler beigetragen.
(Bild: Schuler)

Dabei haben die 2016 übernommenen Tochtergesellschaften Aweba und Yadon bereits im ersten Jahr positiv zu Wachstum und Ergebnis beigetragen, wie es heißt. Konzernweit verbuchten die Göppinger vor allem beim Auftragseingang (+17,6 %) und beim Auftragsbestand (+13,5 %) deutliche Zuwächse. Bis Jahresende gingen Bestellungen in Höhe von 1,20 (Vorjahr: 1,02) Mrd. Euro ein. Der Auftragsbestand stieg zum 31.12. 2016 auf 1,01 (0,89) Mrd. Euro, der Konzernumsatz erreichte mit über 1,17 (1,20) Mrd. Euro fast Vorjahresniveau. Der Betriebsgewinn (EBITDA) betrug 122,6 Mio. Euro und lag damit weit über dem unbereinigten Vergleichswert von 70,9 Mio. Euro.

Schuler erleidet leichte Einbußen bei Umsatz und Ergebnis

Ohne die Sonderbelastungen aus der Umstrukturierung der Produktion in Deutschland in Höhe von rund 73 Mio. Euro gerechnet, hatte Schuler beim EBITDA 2015 insgesamt 138,8 Mio. Euro erreicht. Aus der Abwicklung des Strukturkonzepts flossen 2016 Sondererträge in Höhe von 13 Mio. Euro in das Ergebnis ein. Einschließlich dieser Erträge blieb die EBITDA-Marge 2016 mit 10,4 (Vorjahr bereinigt 11,6) % erneut zweistellig.

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Vor Steuern verdiente Schuler 2016 mit 95,1 Mio. Euro weit mehr als den unbereinigten Vorjahreswert von 44,0 Mio. Euro. Bereinigt um die Restrukturierungseffekte waren es 116,6 Mio. Euro gewesen. Die neuen Konzerngesellschaften, der chinesische Pressenhersteller Yadon (per 1. April 2016) und der sächsische Werkzeugbauer Aweba (per 30.Juni), trugen 2016 zeitanteilig gerechnet insgesamt knapp 120 Mio. Euro zum Konzernumsatz und knapp 17 Mio. Euro zum EBITDA bei.

Guter Auftragseingang bringt Schuler Rückenwind für das neue Geschäftsjahr

„Wir gehen durch den höheren Auftragseingang mit kräftigem Rückenwind in das neue Geschäftsjahr“, sagte Klebert. „Die Investitionsneigung unserer Kunden hat zugenommen, die Delle bei Umsatz und Auftragseingang Anfang 2016 liegt hinter uns. Das vergangene Jahr hat zudem bewiesen, dass wir mit der Übernahme des sächsischen Werkzeugbauers Aweba und des chinesischen Pressenherstellers Yadon strategisch richtig gehandelt haben. Beide Unternehmen öffnen Schuler neue Märkte und entwickeln sich überdurchschnittlich.“

„Wir rechnen damit, im Geschäftsjahr 2017 Umsatz und Ergebnis in einer Größenordnung von etwa 5 bis 10 % steigern zu können“, prognostizierte Klebert weiter. Die verbesserte Orderlage, günstigere Kostenstrukturen in Deutschland durch die fast abgeschlossene Konzentration der Produktion auf vier Standorte und die erstmals ganzjährigen Ergebnisbeiträge von Yadon und Aweba sollen für Impulse sorgen. Mit Blick auf die makroökonomischen Rahmenbedingungen erwartet Schuler in Europa und China 2017 weitgehend stabile gesamtwirtschaftliche Wachstumsraten, in den USA sogar eine Beschleunigung der Konjunktur.

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