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Automation Energieeffizienz ist heute ein wichtiges Verkaufsargument

| Redakteur: Rüdiger Kroh

Automatisierung ist ein globales Thema. Für Patrick Schwarzkopf, Geschäftsführer des VDMA-Fachverbands Robotik + Automation, liegt die Herausforderung in der Notwendigkeit der lokalen Präsenz. Zudem sieht er in der Energieeffizienz ein wichtiges Verkaufsargument und im demografischen Wandel einen Treiber für die Branche.

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„Der demografische Wandel wird ein weiterer Treiber für die Robotik und Automation sein”, sagt Patrick Schwarzkopf, Geschäftsführer des VDMA-Fachverbands Robotik + Automation.
„Der demografische Wandel wird ein weiterer Treiber für die Robotik und Automation sein”, sagt Patrick Schwarzkopf, Geschäftsführer des VDMA-Fachverbands Robotik + Automation.
(Bild: VDMA )

Herr Schwarzkopf, Automatisierung ist längst nicht mehr nur ein Thema für Hochlohnländer, sondern weltweit gefragt. Ist damit Globalisierung der Megatrend schlechthin für die Branche Robotik und Automation?

Schwarzkopf: Die Globalisierung ist zumindest ein ganz bedeutender Megatrend für die Robotik und Automation. Die Lohnkosten sind allerdings nur ein Faktor unter vielen. Insgesamt geht es doch um die globale Wettbewerbsfähigkeit der unterschiedlichen Standorte weltweit. Qualität, Sicherheit, Rückverfolgbarkeit, Flexibilität, die Verfügbarkeit von Arbeitskräften und viele weitere Motivatoren für den vermehrten Einsatz von Automation kommen hinzu. In diesem Rahmen bewegen sich die Investitionsentscheidungen in Hoch- wie in Niedriglohnländern.

Die Exportquote der deutschen Hersteller von Robotik und Automation lag 2013 bei 55 %. Welche Herausforderungen gilt es zu lösen, um auch weiterhin international wettbewerbsfähig zu sein?

Schwarzkopf: In der Tat ist die Exportquote der Robotik und Automation noch deutlich geringer als die des deutschen Maschinenbaus insgesamt, der mehr als drei Viertel seines Umsatzes im Ausland erzielt. Deshalb sehen wir im weiteren Ausbau der Exporte noch viel Potenzial. Aber die Exportquote der Robotik und Automation steigt von Jahr zu Jahr an. Die Herausforderung liegt für viele mittelständisch geprägte Unternehmen in der Notwendigkeit der lokalen Präsenz. Wir sehen aber, dass auch kleinere Mitgliedsfirmen darin erfolgreich sind, und unterstützen diesen Prozess durch zahlreiche Verbandsdienstleistungen.

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Die stärksten Wachstumsimpulse gingen in den vergangenen Jahren von China aus. Wie will die Branche dort weiter erfolgreich sein?

Schwarzkopf: China ist mittlerweile zum weltgrößten Robotermarkt aufgestiegen – Tendenz weiter steigend. Viele unserer Mitglieder verstärken deshalb ihre Präsenz vor Ort, bauen lokale Produktion auf und implementieren eine schnelle und schlagkräftige Service-Exzellenz im chinesischen Markt. Diese Kundennähe ist eine wichtige Voraussetzung für den langfristigen Erfolg im größten Robotermarkt der Welt.

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