Blue Competence Energieeinsparung bei Werkzeugmaschinen basiert auf Gemeinschaftsprojekten

Redakteur: Josef-Martin Kraus

Eine Werkzeugmaschine enthält unterschiedliche Energieverbraucher. Folglich sind Entwicklungen zur Reduzierung des Energieverbrauchs Ergebnisse aus Gemeinschaftsprojekten. Auf der Sonderschau „Blue Competence“ bei der EMO Hannover 2011 werden sie vorgestellt. Im Rahmen des Projekts Ewotek haben sieben Partner sie bei einer Maschine von Heller umgesetzt.

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VDW-Fachmann Detlef Hagemann (rechts) und WZL-Gruppenleiter Christian Heyers stellen zusammen mit Ausstellern auf der Sonderschau „Blue Competence“ Möglichkeiten zur Energieeinsparung in Werkzeugmaschinen vor. Bild: Kraus
VDW-Fachmann Detlef Hagemann (rechts) und WZL-Gruppenleiter Christian Heyers stellen zusammen mit Ausstellern auf der Sonderschau „Blue Competence“ Möglichkeiten zur Energieeinsparung in Werkzeugmaschinen vor. Bild: Kraus
( Archiv: Vogel Business Media )

Energetisch besser laufen seitdem die Hydraulik, die KSS-Anlage, das Kühlaggregat, der Wärmeaustauscher und die elektrischen Asynchronmotoren. Bei der Hydraulik wurde von Bosch Rexroth die 200-bar-Pumpe für die Werkstückspannung durch einen Druckübersetzer (Booster) ersetzt.

Drehzahlgeregelte Pumpe soll Energieeffizienz weiter erhöhen

Eine schon vorhandene 60-bar-Pumpe für die Werkzeugspannung und den Palettenwechsel übernimmt nun zentral die Druckversorgung. In einem nächsten Schritt ist geplant, sie gegen einen Druckspeicher mit angekoppelter drehzahlgeregelter Pumpe auszutauschen.

Für die KSS-Aufbereitung ist eine drehzahlgeregelte Pumpe von Knoll installiert. Sie zieht den Kühlschmierstoff durch einen Rotationsfilter, der Schmutz bleibt an der Außenseite hängen. Infolge der geregelten Pumpe wird der Durchsatz dem jeweiligen Bedarf angepasst.

Maschinenbau kann von Automobilsektor lernen

Beim Kühlaggregat für Spindelmotor, Lager, Hydrauliköl und Schaltschrank installierte BKW einen Verdichter mit verstellbaren Schaufeln zur Bedarfsanpassung. Der Wärmeaustauscher basiert auf einem Konzept aus dem Automobilbereich.

Damit die Flussabsenkung bei Asynchronmotoren nicht den Prozess beeinträchtigt, hat Siemens die Steuerung entsprechend ausgestattet. Wissenschaftlich wurde das Projekt vom WZL Aachen begleitet.

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