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Trumpf

Entwicklungszentrum als Quelle für den Werkzeugmaschinenbau der Zukunft

| Redakteur: Dietmar Kuhn

Auch in Krisenzeiten gibt es Positives zu berichten. So das schwäbische Weltunternehmen Trumpf in Ditzingen 50 Mio. Euro in ein neues Entwicklungszentrum investiert. Aus diesem Komplex, in dem das Lasertechnik-Zentrum (LTZ), das Versuchsfeld Werkzeugmaschinen (VFW) und das Entwicklungszentrum Werkzeugmaschinen (EZW) untergebracht sind, soll der Werkzeugmaschinenbau der Zukunft hervorgehen.

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Das neue Entwicklungszentrum der Trumpf-Gruppe in Ditzingen ist ein Ort des Forschens, Konstruierens, Erprobens; in futuristischer Umgebung und den Möglichkeiten der Lösungsfindung sollen Kunden von Trumpf-Technik überzeugt werden. Bild: Kuhn
Das neue Entwicklungszentrum der Trumpf-Gruppe in Ditzingen ist ein Ort des Forschens, Konstruierens, Erprobens; in futuristischer Umgebung und den Möglichkeiten der Lösungsfindung sollen Kunden von Trumpf-Technik überzeugt werden. Bild: Kuhn
( Archiv: Vogel Business Media )

Mit einem Umsatz von 1,66 Mrd. Euro (30.06.2009) und rund 8000 Mitarbeitern gehört die Trumpf-Gruppe weltweit zu den bedeutensten Werkzeugmaschinen-Herstellern. In drei Geschäftsbereichen eingeteilt, fertigt man in Ditzingen und weiteren über 50 Standorten in USA, China, Frankreich, Großbritannien, Japan, Mexiko, Österreich, Polen, in der Schweiz sowie in Tschechien Werkzeugmaschinen und Elektrowerkzeuge für die Blechbearbeitung, Lasertechnik und Elektronik sowie medizintechnisches Equipment.

Trumpf hat Entwicklungszentrum langfristig geplant

Im Rahmen ihrer langfristigen Innovationsstrategie hat sich die Geschäftsleitung wie auch das Management für ein neues Entwicklungszentrum für Werkzeugmaschinen und Lasertechnik entschieden. Das war vor genau zwei Jahren. Jetzt, im Jahre 2009 konnte dieses Entwicklungszentrum seinen Bestimmungen übergeben werden.

Prof. Berthold Leibinger, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Trumpf GmbH + Co. KG sagt dazu folgende Worte: „Wieder einmal weihen wir einen großen Neubau ein. Erfasst im Geschäftsfeld Laser den weltweiten Vertrieb und die Applikation aller unserer Laserprodukte zusammen. Im Werkzeugmaschinenbereich werden die bisher zertreuten Entwicklungsabteilungen und das Versuchsfeld Werkzeugmaschinen zusammengeführt.“

Fast 900 Mitarbeiter sollen hier forschen, entwickeln, konstruieren, erproben und die daraus entstehenden Lösungen dem Weltmarkt nahebringen. „Neugier, technisches Können, Begeisterung muss das Tun hier begleiten“, ergänzt Prof. Leibinger.

Entwicklungszentrum vergrößert Stammwerk um ein Drittel

Die Zahlen die das neue Entwicklungszentrum begleiten sind gewaltig. Auf einer Bruttofläche von 34000 m2 befinden sich Hallen mit 10500 m2 und Bürogebäude mit 22000 m2. Damit wurde der bisherige Bereich des Stammwerkes um ein Drittel vergrößert.

Die Planung des futuristischen Komplexes ist ein Familienbeitrag der Barkow Leibinger Architekten in Berlin. Verbaut wurden allein an Beton 31800 m3 und an Stahl 1040 t. Die Geometriedaten sagen aus, dass die Hallen aus einem 24 × 14,4 m Stahlfachwerk und die Bürogebäude aus 10 × 14,4 m Betonfertigteilen bestehen. Mit insgesamt über 7500 m2 Fensterfläche wurde auch für die Zukunft der Fensterreiniger gesorgt.

Trumpf setzt auf Innovationskraft seiner Maschinen

In ihrer Begrüßungsrede sagte Dr. Nicola Leibinger-Kammüller, Vorsitzende der Geschäftsführung der Trumpf-Gruppe: „Wir haben diese Gebäude fertiggestellt – trotz aller Widrigkeiten. Weil wir sie brauchen und weil wir im internationalen Wettbewerb nur bestehen können, wenn wir durch die Innovationskraft unserer Produkte einen Mehrwert schaffen.“

Die neuen Hallen und Büros ermöglichen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der beiden größten Trumpf-Geschäftsfelder (Werkzeugmaschinen und Lasertechnik), künftig noch enger zusammenzuarbeiten. Zahlreiche Mitarbeiter der Werkzeugmaschinen-Entwicklung waren demnach bisher in gemieteten Räumen im Umkreis von Ditzingen untergebracht.

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