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EMO Hannover 2013

Erste Ansätze für Industrie 4.0 von der EMO Hannover 2013 erwartet

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Firmen zum Thema

Datensicherheit bleibt bei Industrie 4.0 eine Herausforderung

Viele Unternehmen zögern laut VDW mit den Einstieg in Industrie 4.0, weil Sie den Diebstahl ihrer Dateien aus der Cloud befürchten. Zu Recht: „Absolute Datensicherheit wird es in keinem System geben. Es wäre trügerisch zu sagen, Sicherheit wird ein Riesenproblem, denn Sicherheit ist heute schon ein Riesenproblem“, räumt Bauernhansl ein. Deshalb habe das Fraunhofer IPA das Leuchtturmprojekt Virtual Fort Knox aufgesetzt, in dem sich die Forscher alles ganz genau angeschaut hätten: Die Verschlüsselung und die physische, kommunikative und die organisatorische Sicherheit: Wer darf was tun? Wer hat wo Zugriff?

Ein weiterer Boost für Industrie 4.0 könnten laut VDW Standards dafür sein. „Wir sind gar nicht so weit von Standards entfernt: Technisch betrachtet ist das Problem der Standardisierung in einigen Bereichen schon weitestgehend gelöst“, meint Bauernhansl. Das Problem seien eher die Ansprüche von Firmen, diese Standards auch zu setzen.

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Hier müsse man den Community-Gedanken kultivieren. Auch die großen Akteure bei diesem Thema müssten umdenken und sagen: Ja, vielleicht hatcht es Sinn, dass wir hier eine Standardisierung und Offenheit haben, die allen den Zugang zum Internet der Dinge und Dienste gewährt. Denn es nutze ja nichts, wenn es am Ende mehrere, von großen Firmen dominierte unterschiedliche Internets der Dinge gebe. „Nur mit einem standardisierten System entstehen neue Geschäftsmodelle, die ihren vollen Nutzen auch für den Endkunden entfalten“, sagt der Forscher.

Industrie 4.0 kann Wohlstand und Ressourcenverbrauch entkoppeln

Für die Zukunft erwartet Bauernhansel einiges von Industrie 4.0: „Wir entkoppeln Wohlstand und Wachstum vom Ressourcenverbrauch und stellen die Technik dafür zu großen Teilen durch die Initiative Industrie 4.0 bereit. Die Vernetzung, die Dezentralität und die Kommunikation führen dazu, dass wir hocheffizient werden“.

Vielleicht brauchen die Industrie auf dem Weg dahin ja auch neue Anregungen: „Inspired by technology“ heißt der 4. VDMA-Kongress „Intelligenter Produzieren“, der dieses Jahr erstmals auf der EMO Hannover stattfindet (wir berichteten). Getrieben von innovativer Technik kann laut Bauernhansl das Ressourceneffizienzpotenzial für alle Produktionsfaktoren im Rahmen von Industrie 4.0 gehoben werden: „Technologie statt Verzicht muss unser Motto werden“. Von der EMO Hannover und dem Kongress erwarter er laut VDW-Mitteilung Ansätze in dieser Richtung für eine ganzheitliche nachhaltige Produktion der Zukunft.

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