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Grob

Erstes Bearbeitungszentrum ganz ohne Hydraulik

| Redakteur: Bernhard Kuttkat

Eine besondere Weltpremiere feiern die Grob-Werke auf der Messe AMB 2010: Erstmals wird ein Bearbeitungszentrum ohne jegliche Hydraulik vorgestellt. Alle Werkstücke können elektromechanisch gespannt und alle Werkzeuge elektromechanisch gelöst werden.

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Werkstückspannung ganz ohne Hydraulik durch Synchronmotoren und Hakenschwenkspanner. Bild: Grob
Werkstückspannung ganz ohne Hydraulik durch Synchronmotoren und Hakenschwenkspanner. Bild: Grob
( Archiv: Vogel Business Media )

Mit der Elektromechanik erzielen die Bearbeitungszentren laut Grob noch bessere Flexibilität, höhere Verfügbarkeit und eine weitere Verbesserung der Energiebilanz. „Der Wirkungsgrad der Hydraulik ist geringer und die Energiebilanz der Elektromechanik einfach besser,“ erklärt Grob-Entwicklungsbereichsleiter Alfred Höbel die Vorteile der neuen, zum Patent angemeldeten Entwicklung.

Bearbeitungszentrum mit weiter reduzierten Nebenzeiten

Die weiteren Vorzüge der Elektromechanik liegen auf der Hand, so Grob: Das Lösen der Werkzeuge geschieht deutlich leiser, verhindert die harten Schläge, die bei jedem Werkzeugwechsel auch das Spindellagersystem treffen und – ganz entscheidend – die Nebenzeiten werden noch einmal reduziert.

Präsentiert wird diese hydraulikfreie Ausführung eines Bearbeitungszentrums an einer Grob-Standardmaschine G350 mit Siemens-Steuerung 840 sl MDynamics und einer Grob-Motorspindel HSK-63 mit Drehzahlen bis 18000 min—1. Ein Integralbauteil aus Aluminium wie es im Airbus zu finden ist, wird mit beeindruckender Schnittgeschwindigkeit zerspant.

Standardmaschinen für die Fünf-Achs-Simultanbearbeitung auf der AMB 2010

Neben dieser neuen hydraulikfreien Technologie präsentiert Grob zwei weitere Standardmaschinen. Das Bearbeitungszentrum G350 mit Heidenhain-Steuerung iTNC 530, einer Motorspindel SK40 mit Drehzahlen bis 16 000 min—1 sowie Werkzeugbruchkontrollen und Werkzeugkegelreiningung. Das Bearbeitungszentrum ist mit einer Arbeitsraumkamera ausgestattet, die Luft zur Werkzeugkühlung bei Trockenbearbeitung kommt durch die Spindelmitte. Aus dem Bereich Formenbau wird auf diesem Bearbeitungszentrum ein anspruchsvolles Reifensegment fünfachsig simultan bearbeitet.

Eine weitere Standardmaschine, die G550 mit Siemens-Steuerung 840D sl Mdynamics und einer Motorspindel HSK-A100 mit Drehzahlen bis 9000 min—1, ist mit einem Doppelscheibenmagazin, Wechselarm mit Doppelgreifer und 60 Magazinplätze ausgerüstet. Mit ihr wird auf einem Spannturm, der die Größe des Arbeitraumes zur Geltung bringt, ein Produktionsbauteil „Radträger“ aus dem Automobilbereich bearbeitet. Außerdem, so Grob, können die hohen Schnittkräfte und die Stabilität durch eine Stahlzerspanung mit Messerkopf und Vollbohrer bewiesen werden.

Grob-Werke auf der AMB 2010: Halle 5, Stand C38

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