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Gesamtmetall-Studie Erwerbstätigkeit hat keine „natürliche“ Altersgrenze

Redakteur: Jürgen Schreier

Länger arbeiten auch in der Metall- und Elektroindustrie statt Frühverrentung mit 61: Diese Meinung vertritt der Arbeitgeberverband Gesamtmetall und beruft sich dabei auf eine Studie des Heidelberger Arbeitspsychologen Prof. Dr. Karlheinz Sonntag.

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Statt munterem Rentner-Schwof länger arbeiten: Das legt eine neue Studie nahe. Denn eine „natürlich" vorgegebene Altersgrenze für eine Erwerbstätigkeit gibt es nicht.
Statt munterem Rentner-Schwof länger arbeiten: Das legt eine neue Studie nahe. Denn eine „natürlich" vorgegebene Altersgrenze für eine Erwerbstätigkeit gibt es nicht.
(Bild: commons.wikimedia.org/Bundesarchiv/Horst Sturm)

Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall hat eine Studie des Heidelberger Arbeits- und Organisationspsychologen Prof. Dr. Karlheinz Sonntag zur Erwerbstätigkeit Älterer vorgestellt. Danach ist die Erwerbstätigkeit nicht an eine natürlich vorbestimmte Altersgrenze geknüpft. Es gibt auch keine unausweichliche altersbedingte Verschlechterung der beruflichen Leistung.

Nichts spricht gegen eine längere Lebensarbeitszeit

„Es gibt keinen Grund, der grundsätzlich gegen eine längere Lebensarbeitszeit spricht. Aber das geht nicht von alleine“, sagte Prof. Sonntag bei der Vorstellung der Studie. „Entscheidend sind Gesundheit, Qualifikation und Motivation. Diese Faktoren können positiv durch geeignete Maßnahmen des Personalmanagements, der Unternehmensführung, der Arbeitsplatzgestaltung und vor allem durch die Mitarbeiter selbst positiv beeinflusst werden“, so der Verfasser der Studie.

Gesamtmetall-Präsident Dr. Rainer Dulger betonte: „Unsere Branche ist auf dem richtigen Weg: Viele der in der Studie herausgestellten Maßnahmen sind in der Regel schon heute gängige Praxis. Die Arbeitgeber werden diesem Thema in Zukunft noch mehr Aufmerksamkeit schenken, aber klar ist auch, die Untersuchung ist kein Mängelbericht“, erklärte Dulger.

Mentalitätswandel bei Arbeitgebern und Arbeitnehmern angekommen

In der Metall- und Elektroindustrie ist die Zahl der Beschäftigten in der Altersklasse 60+ allein im vergangenen Jahr um mehr als 10 % auf 214.000 gestiegen. Seit dem Jahr 2000 stieg die Zahl sogar um 152 %. „Der Mentalitätswandel bei Arbeitgebern und Arbeitnehmern ist angekommen“, so Dulger, „umso absurder sind die Pläne der Bundesregierung, auf Kosten der Beitragszahler eine neue Frühverrentungswelle auszulösen.“

Die im Auftrag von Gesamtmetall erstellte Studie fasst den Stand der wissenschaftlichen Forschung zur Leistungsfähigkeit älterer Mitarbeiter und zu Faktoren, die darauf Einfluss haben, zusammen.

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