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Flexible Produktion Euromold zeigt Möglichkeiten der kundenindividuellen Massenproduktion auf

Redakteur: Stéphane Itasse

Die Euromold vom 25. bis 28. November 2014 in Frankfurt am Main will die Möglichkeiten der kundenindividuellen Massenproduktion (Mass Customization) als zukunftsweisendes Geschäftsmodell präsentieren. Dennoch sollen Werkzeugbau und additive Fertigung das Herzstück der Messe bleiben.

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Die Euromold weiterhin im Grünen Bereich: Die Halle 8, in voller Pracht....es folgen Euromold-Impressionen von 2013 ohne Worte...viel Spaß...
Die Euromold weiterhin im Grünen Bereich: Die Halle 8, in voller Pracht....es folgen Euromold-Impressionen von 2013 ohne Worte...viel Spaß...
(Bild: Finus/Klöpping)

Kundenindividuelle Massenproduktion bezeichnet laut Mitteilung der Messe eine Fertigungsmethode, bei der ein Produkt vom Kunden mittels Modulbauweise individualisiert beziehungsweise konfiguriert und dennoch zum Preis eines vergleichbaren Standardprodukts angeboten werden kann. Um kundenindividuelle Massenproduktion als Sparte im Unternehmen oder als eigenständige Nische aufzubauen, müssten sämtliche Bereiche wie Produktdesign, Beschaffung, Kundenkontakt, Lagermanagement, Supply Chain und Qualitätssicherung aufeinander abgestimmt werden. Seien alle Qualitätsanforderungen umgesetzt, gelinge es Herstellern, die Nachfrage besser zu planen, gewünschte Preise ohne höhere Zusatzkosten zu erzielen sowie ihren Cashflow zu optimieren, da die Produktion in der Regel erst beginne, sobald die Bezahlung eingetroffen sei.

Individualisierte Konsumgüter geben die Richtung auf der Euromold 2014 vor

Gemäß dem Zukunftsbild Industrie 4.0 investieren Hersteller auch verstärkt in cyber-physische Systeme (CPS), wie es weiter heißt. CPS seien Netzwerke kleiner mit Sensoren und Aktoren ausgestatteter Computer, die als eingebettete Systeme in Materialien, Geräten und Maschinenteilen eingebaut und über das Internet miteinander verbunden werden. Anlagen, Maschinen und einzelne Werkstücke tauschten kontinuierlich Informationen aus, sämtliche Produktions- und Logistikprozesse würden integriert.

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„Individualisierte Konsumprodukte verschaffen uns eine erste Vorstellung, wohin die Reise geht“, meint Euromold-Messeleiter Dr.-Ing. Eberhard Döring. Die Technik der kundenindividuellen Massenproduktion werde stetig effizienter und ausgereifter. „Personalisierte Turnschuhe, selbst zusammengestellte Lebensmittel und individuell gefertigte Handyschalen erfreuen sich steigender Nachfrage und Beliebtheit. Daraus können auch andere Branchen in hohem Maße lernen. Wichtig ist, die Heterogenität in den Absatzmärkten nicht als Hindernis, sondern als wesentlichen Profittreiber zu erkennen und zu nutzen“, sagt Döring weiter.

Forum auf der Euromold 2014 zeigt Potenziale der additiven Fertigung auf

Auch 2014 präsentiert die Euromold die gesamte Prozesskette industrieller Produktion gemäß des Mottos „Von der Idee bis zur Serie“. Die Messe ist nach eigenen Angaben eine globale Leistungsschau, verstärkt und fördert mit Konferenzen und Foren bestehende Trends. Das Forum „Generative Fertigung und Werkzeugbau“ in Halle 8.0 soll aufzeigen, welche Potenziale entstehen, wenn neue Techniken intelligent in die bestehende Prozesskette integriert werden.

Darüber hinaus sollen Unternehmen und ihren Kunden alle Vorteile generativer Fertigungsverfahren bei vielfältigen und komplexer Aufgabenstellungen vor Augen geführt werden. Die Wirtschaftlichkeit additiv hergestellter Bauteile steige mit der Komplexität ihrer Geometrie, die Form folge hier der Funktion. Zudem werde die Nachahmung beziehungsweise Produktpiraterie extrem erschwert. Auch volkswirtschaftliche Vorteile treten bei generativer Fertigung deutlich zutage, wie es in der Mitteilung heißt: Wirtschaftswachstum wird von einem höherem Ressourcenverbrauch entkoppelt, da ganze Prozessschritte bei der Herstellung von Bauteilen eingespart werden.

Die Messehalle 8.0 sende Signale auch in andere Fertigungsbereiche. Die Themenforen „Werkstoffe“ und „Leichtbau“, das Design & Engineering Forum sowie das CAE-Forum mit Fokus auf das rechnergestützte Design und Engineering zeigten Möglichkeiten, die Prozesskette an neuen Erfordernissen auszurichten und die Kosten-Nutzen-Relationen in einem globalen Wettbewerb zu verbessern.

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