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Europäische Zentralbank fokussiert grüne Industrie

| Redakteur: B.A. Sebastian Hofmann

EZB-Chefin Christine Lagarde will die Strategie der Zentralbank auf Nachhaltigkeitsaspekte prüfen. Emissionsarme Unternehmen könnten dadurch wirtschaftlich profitieren.

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Die Europäische Zentralbank könnte in Zukunft eine klimafreundlichere Strategie fahren. Für nachhaltige Industrieunternehmen könnte sich das lohnen.
Die Europäische Zentralbank könnte in Zukunft eine klimafreundlichere Strategie fahren. Für nachhaltige Industrieunternehmen könnte sich das lohnen.
(Bild: ©VRD - stock.adobe.com)

Konkret geht es um die Vergabe von Anleihen auf Basis von Umweltkriterien. Ökologische Aspekte berücksichtigen heute auch schon viele Anleger. Die sogenannten ESG-Kriterien liefern ihnen dabei eine Entscheidungsgrundlage. (ESG steht für Environmental, Social, Governance). Unterstützung für ihr Vorgehen bekommt Lagarde von einem Bündnis aus knapp 60 Institutionen, NGOs und Einzelpersonen.

Kritiker sehen allerdings die Marktneutralität der EZB in Gefahr. Das Klima zu retten, sei nicht Job der Zentralbank, sondern Aufgabe der Regierungen, so Bundesbank-Präsident Jens Weidmann gegenüber der Welt.

Die mögliche Folge für energieintensive Industrien: steigende Regressforderungen und strengere Auflagen. Und auch für emissionsarme Betriebe gibt es Fallstricke. Marktchancen neuer Technologien könnten zu hoch eingeschätzt werden und Prognosen sich letztendlich als falsch erweisen. Nötig wäre deshalb eine europäisch einheitliche Definition davon, was unter Nachhaltigkeit verstanden wird.

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