Schweißen EWM-Award geht an Franziska Petzoldt

Redakteur: Jürgen Schreier

Den mit 30.000 Euro dotierten EWM-Award „Physics of Welding“ gewinnt in diesem Jahr Franziska Petzoldt (TU Ilmenau). EWM Hightech Welding, Mündersbach, vergibt den Förderpreis gemeinsam mit dem DVS – Deutscher Verband für Schweißen und verwandte Verfahren e.V. für die Forschungsarbeit mit dem Titel „Idee zur Erhöhung der Reproduzierbarkeit beim MSG-Schweißen von Magnesiumbauteilen“.

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Die Preisträgerin Franziska Petzold bei der Verleihung des EWM-Awards während des DVS Congress und der DVS Expo 201. (Bild: DVS)
Die Preisträgerin Franziska Petzold bei der Verleihung des EWM-Awards während des DVS Congress und der DVS Expo 201. (Bild: DVS)

Mit dem am 26. September 2011 beim DVS-Congress verliehenen Preis unterstützen EWM und der DVS die junge Wissenschaftlerin Petzoldt bei ihrem Forschungsziel, das prozesssichere Fügen von Magnesium und Magnesiumlegierungen mit einem MSG-Lichtbogen in Kombination mit einem Laser zu entwickeln.

Möglicher Schlüssel für das schwierige MSG-Fügen von Magnesium

„Da Magnesium auf vielen Gebieten in Zukunft eine wichtige Rolle spielen wird, erhoffen wir uns neue Erkenntnisse über die Fügemöglichkeiten dieses Werkstoffs“, erklärt Michael Szczesny, als Geschäftsführer bei EWM Hightec Welding für die technologische Entwicklung verantwortlich.

Für den Einsatz in Leichtbaukonstruktionen, beispielsweise in der Automobilindustrie, wäre dies ein erheblicher Fortschritt. „Die von EWM bereitgestellte finanzielle Förderung des Nachwuchses bei der Verwirklichung ihrer schweißtechnischen Vision ist eine wegweisende Unterstützung junger Talente in unserer Branche“, ergänzt DVS-Hauptgeschäftsführer Dr. Klaus Middeldorf.

Im Mittelpunkt des Forschungsprojektes von Preisträgerin Petzoldt, die als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachgebiet Fertigungstechnik bei Prof. Jean Pierre Bergmann an der TU Ilmenau tätig ist, steht die Entkopplung von Wärme- und Materialeintrag. Dies könnte der Schlüssel für das bislang als schwierig geltende MSG-Fügen von Magnesium sein.

Laser sorgt für zusätzliche lokale Erwärmung des Bauteils

Die dafür erforderliche Prozesswärme plant Petzoldt durch die Zuführung einer weiteren unabhängigen Quelle. Während die Stromquelle das Aufschmelzen des Drahtes bewirkt, soll ein Laser für die zusätzliche lokale Erwärmung des Bauteils sorgen. Damit soll die rasche Abkühlung und Erstarrung des Schmelztropfens vermieden und die Füllung des zu fügenden Spaltes ermöglicht werden.

„Mit dieser von uns geförderten Forschungsarbeit erhoffen wir neben dem Fortschritt beim Fügen von Magnesium generelle Erkenntnisse über das Zusammenspiel von MSG-Schweißen und dem Einsatz eines Lasers“, betont Szczesny.

Die Vergabe des EWM-Awards dafür sei für die unabhängige Jury eindeutig gewesen. Denn schließlich gelte es ja, junge Wissenschaftler zu ermutigen, unkonventionelle Wege zu gehen. Zudem unterstreiche dieses Engagement die intensive Zusammenarbeit des in der Branche etablierten Technologieführers EWM mit der Wissenschaft.

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