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Mittelstand Familienunternehmen zufrieden mit der eigenen Finanzierungssituation

| Redakteur: Jürgen Schreier

Die deutschen Familienunternehmen haben in den zurückliegenden Jahren die Flexibilität ihrer Finanzierungen deutlich erhöht. Zu diesem Schluss kommt eine Umfrage des Beratungsunternehmens Intes unter 4000 Familienunternehmern zum Thema „Finanzierung und Beteiligungen von Familienunternehmen“.

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Dr. Christoph Achenbach, Partner bei Intes: „Durch ihre solide Finanzierung stützen die Familienunternehmen den deutschen Mittelstand und sind in der Lage, die Kreditklemme abzufedern.“
Dr. Christoph Achenbach, Partner bei Intes: „Durch ihre solide Finanzierung stützen die Familienunternehmen den deutschen Mittelstand und sind in der Lage, die Kreditklemme abzufedern.“
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Umfrage wurde von Intes gemeinsam mit der WHU – Otto Beisheim School of Management und der Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft durchgeführt. Laut Umfrage bestehen zwischen den Familienunternehmen und ihren traditionellen Hausbanken nach wie vor enge Beziehungen, parallel kommen für Familienunternehmen aber zunehmend auch andere Finanzierungspartner in Betracht.

Private-Equity-Finanzierungen bei Familienunternehmen wenig beliebt

Insbesondere vor dem Hintergrund der steigenden Bedeutung des Themas Kapitalbeschaffung zählt Flexibilität bei der Inanspruchnahme von Finanzierungsmitteln zu den zentralen Kriterien bei der Auswahl der Finanzierungspartner. Dabei sind mehr und mehr Familienunternehmer bereit, Beteiligungskapital von anderen inhabergeführten Unternehmen aufzunehmen. Die Akzeptanz von Private-Equity-Finanzierungen ist bei Familienunternehmern allerdings nach wie vor gering.

Ausgangsfragestellung der Studie war, ob sich die Finanzierungssituation und das Beteiligungsverhalten von Familienunternehmen im Zuge der Wirtschafts- und Finanzkrise verändert haben. Rund ein Drittel der befragten Unternehmen erzielt einen Jahresumsatz zwischen 50 bis 250 Mio. Euro; 8% erwirtschaften einen Umsatz von mehr als 500 Mio. Euro.

Dr. Christoph Achenbach, Partner bei Intes: „Die aktuelle Studie zeigt, dass die meisten deutschen Familienunternehmer mit ihrer Finanzierungssituation sehr zufrieden sind. Durch ihre solide Finanzierung stützen die Familienunternehmen den deutschen Mittelstand und sind in der Lage, die Kreditklemme abzufedern. Wir sehen aber auch, dass das Thema Kapitalbeschaffung stark an Bedeutung zugenommen hat. Bei der Wahl der Finanzierungspartner ist Flexibilität das entscheidende Kriterium. Neben den nach wie vor guten Beziehungen zur Hausbank werden inzwischen verstärkt auch andere, vor allem unternehmerische Partner in Betracht gezogen. Erkennbar ist in den Familienunternehmen zudem eine hohe Bereitschaft zu Zukäufen. Wir gehen davon aus, dass Familienunternehmen mittelfristig einen neuen Boom im M&A-Markt auslösen werden.“

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