Suchen

Hannover Messe

Fanuc erweitert sein Roboterportfolio

| Redakteur: Victoria Sonnenberg

In Hannover zeigt Fanuc sein breites Angebot an roboterbasierter Automatisierungstechnik ebenso wie die Einbindung über die IoT-Plattform Field in alle Fertigungsbereiche.

Firmen zum Thema

Im Mittelpunkt des Messeauftrittes von Fanuc stehen integrierte Lösungen, die ein breites Produktportfolio bis zu hin Konzepten wie „Service First“ abdecken.
Im Mittelpunkt des Messeauftrittes von Fanuc stehen integrierte Lösungen, die ein breites Produktportfolio bis zu hin Konzepten wie „Service First“ abdecken.
( Bild: Fanuc )

Zu Field zeigt Fanuc den aktuellen Entwicklungsstand. Als praxiserprobtes Modul gilt „Zero Downtime“ (ZDT), ein skalierbares Tool für die präventive Wartung. Auch für kleinere Gruppen an Robotern gibt es inzwischen eine Fanuc eigene Einheit, mit der Betriebsdaten gesammelt und ausgewertet werden – ein Modul, das damit auch für mittelständische Anwendungen interessant ist.

Zu den Highlights auf dem Messestand von Fanuc zählen die kollaborativen Roboter. Gezeigt werden die aktuellen Modelle in unterschiedlichen Varianten unter anderem in Kombination mit integrierter Bildverarbeitung. Gespannt darf man sein, ob es eine Erweiterung der Modellpalette geben wird. Beispiele für praktische Anwendungen werden von Systempartnern präsentiert. Außerdem zeigt Fanuc in Hannover neue Robotervarianten wie den R-1000iA mit Spot-Welding-Paket, die neuen Scaras, den Lackierroboter P-40iA und eine Reihe von modifizierten Modellen.

Neu ist auch der iR-Programmer, mit dessen Hilfe das Setup und die Programmierung von Robotern erleichtert werden. Dabei handelt es sich um ein Software-Interface, das auf Tablets oder Notebooks läuft. Ursprünglich für den Einsatz an den neuen Scara-Robotern entwickelt, ist die Programmiersoftware nun auch für alle Roboter von Fanuc freigegeben. An größeren Robotern wird der iR-Programmer erstmals in Hannover gezeigt. Entwicklungsansatz für den iR-Programmer war, eine preiswerte, gleichzeitig einfache Programmiermöglichkeit zu schaffen. Gerade im Betriebsalltag kann ein Tablet-PC aufgrund seiner im Vergleich zu einem herkömmlichen Programmierhandgerät geringeren Masse die Arbeit tatsächlich deutlich erleichtern. So ist der iR-Programmer auf jeden Fall eine Ergänzung zum i-Pendant, wie das Programmierhandgerät bei Fanuc heißt, und ideal geeignet, um Programmänderungen an bestehenden Anlagen vorzunehmen. Im Wesentlichen sind drei Arten von Operationen vorgesehen: das Erstellen und Editieren von Roboterprogrammen, die Ausführung dieser Programme und die Änderung von Basiseinstellungen.

Erweitertes Roboterspektrum für Lackieraufgaben

Der seit dem vergangenen Jahr erhältliche, sechsachsige P-40iA erweitert neben dem P-200iA und dem P-50iB das Roboterspektrum für Lackieraufgaben im mittelständischen Marktsegment. Er ist durch seinen schlanken Arm, das geringe Gewicht und die Möglichkeit der Boden-, Wand- oder Deckenmontage leistungsfähig und flexibel einsetzbar. Erleichtert wird dem Anwender der Einsatz durch das intuitiv zu bedienende i-Pendant in Kombination mit der neuesten Steuerung R-30iB Plus. Dieser Roboter steht für den Ausbau der Aktivitäten im Lackierbereich der General Industry.

Zum Entwicklungsansatz gehört es bei Fanuc schon immer, Sensoren in Robotersysteme zu integrieren – und zwar nahtlos. Ein Beispiel dafür ist die Bildverarbeitung, die Fanuc seit rund 30 Jahren pflegt und längst als integralen Bestandteil der Robotersteuerung ansieht. Neu ist hier der 3D-Vision-Sensor, mit dem sich Aufnahmen während der Bewegung eines Roboters erstellen lassen, die zur Bestimmung der Greifposition dienen. Diese „snap-in-motion“-Funktion spart bei schnellen Greifvorgängen Zeit, weil der Roboter für eine Aufnahme seine Bewegung nicht unterbrechen muss. Das integrierte Leistungspaket umfasst außer dem Sensor selbst auch Software und Kabel. Vorteil aller Vision-Sensoren von Fanuc: alle Schnittstellen zur Automation sind bereits vorhanden, erforderliche Hardware zur Bildverarbeitung bereits in der Robotersteuerung integriert. Seine Stärken spielt der 3D-Vision-Sensor vor allem dort aus, wo Werkstücke mit glänzenden und spiegelnden Oberflächen zu detektieren sind. Im Prinzip kehrt Fanuc damit eine Technik um, die bereits von der Softwareoption iR-Pick-Tool bekannt ist und sich in zahlreichen Pick-Applikationen bewährt hat.

Wie aus leistungsstarker Technik von Fanuc innovative Applikationen werden, zeigen Systemintegratoren und Partner auf dem Messestand in Halle 17. So demonstriert GOM, was in der Bauteilinspektion mithilfe eines Roboters möglich ist. Essert realisiert eine Advanced Workstation für eine barrierefreie MRK-Anwendung und Process Automation Solutions präsentiert die Lösung einer Palettieraufgabe mit einem CR-Roboter. Partner IPR zeigt in Hannover eine Verfahrachse aus Verbundbeton RC-1000 zusammen mit einem Fanuc M-710iC.

Fanuc in Hannover: Halle 17, Stand A42

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45806496)

; Fanuc; Vogel Communications Group GmbH & Co. KG; Design Tech; VBM; Prima Power; Mack Brooks; Schall; BVS; Bomar; Microstep; Kjellberg Finsterwalde; J.Schmalz; Geiss; Hypertherm; ©natali_mis - stock.adobe.com; Dillinger; Tata Steel; IKT; Schöller Werk; Vollmer; Mewa; © momius - Fotolia; Rhodius; Deutsche Fachpresse; Vogel Communications Group ; MPA Stuttgart; Gesellschaft für Wolfram Industrie