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Fanuc auf der Euroblech Fanuc zeigt erstmals in Europa seinen siebenachsigen Roboter

| Redakteur: Victoria Sonnenberg

Fanuc stellt zum ersten Mal in Europa den neuen, siebenachsigen Roboter R-1000iA/120F-7B vor. Der Roboter wurde auf Basis des Serienmodells R-1000iA entwickelt und sei aufgrund seiner Kinematik mit zusätzlicher Knickachse in Schwinge 2 für Einsätze in sehr engen Arbeitsräumen prädestiniert.

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Der siebenachsige Roboter R-1000iA/120F-7B eröffnet neue Möglichkeiten, wie etwa den Abstand zwischen Roboter und Bauteil zu verringern, um eine noch kompaktere Zelle zu bauen.
Der siebenachsige Roboter R-1000iA/120F-7B eröffnet neue Möglichkeiten, wie etwa den Abstand zwischen Roboter und Bauteil zu verringern, um eine noch kompaktere Zelle zu bauen.
(Bild: Fanuc)

Der neue R-1000iA/120F-7B verfügt über eine Traglast von 120 kg und eine maximale Reichweite von 2230 mm. Die Merkmale der Baureihe sind die schlanke Bauform und die hohe Dynamik. Die zusätzliche Achse in der Schwinge 2 erlaubt es dem Roboter, die Schwinge 2 praktisch zusammenzufalten und damit zu verkürzen. So kann der Roboter in einem engen Arbeitsraum operieren, behält aber – im Vergleich zur Kurzarm-Version eines Roboters – seinen kompletten Aktionsradius bei. Vorgestellt wird der Roboter in einer Punktschweißapplikation mit Leichtbauzange.

Großer Arbeitsraum trotz kompakter Roboterbauweise

Anlagenbauer und Systemintegrator Lewa Attendorn hat zur Vorstellung des neuen Roboters eine Leichtbauzange „SpeedGun 10K“, eine leichte und schnelle Servozange, zum Aufbau der Zelle bereitgestellt. Außerdem ist der Roboter mit einem Becker Dresspack ausgestattet. Das Gelenk in der J2-Schwinge erlaubt es, den Roboter beispielsweise bei einer Schweißapplikation im Rohbau näher an den Arbeitspunkt zu platzieren – ohne an Reichweite zu verlieren. Da der Roboter auch über Kopf nach hinten arbeiten kann, ergibt sich trotz der kompakten Roboterbauweise ein großer Arbeitsraum.

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„Fahrversuche“ mit einem sechs- und einem siebenachsigen R-1000iA haben bei selber Traglast die gleichen Zykluszeiten an beiden Robotermodellen ergeben, heißt es. Auch bei der Wiederholgenauigkeit sollen die unterschiedlichen Modelle mit ± 0,2 mm gleich aufliegen.

Einsatz in kompakter Palettierzelle möglich

Die Fähigkeiten des Roboters gehen jedoch weit über Spot-Welding-Anwendungen hinaus, so der Hersteller. Möglich sei der Einsatz in einer kompakten Palettierzelle oder beim räumlich beengten Be- und Entladen einer Bearbeitungsmaschine. Die Programmierung ist so einfach wie bei jedem anderen Fanuc-Roboter. Aufgrund seiner sieben Achsen und der Möglichkeit, die Länge der Schwinge 2 durch „Einklappen“ um 400 mm zu verringern, eröffnet der Roboter jedoch zusätzliche Möglichkeiten, wie etwa den Abstand zwischen Roboter und Bauteil zu verringern, um eine noch kompaktere Zelle zu bauen, oder Roboter einzusetzen, wo bisher der notwendige Arbeitsraum nicht vorhanden war. In den Steuerschrank wird für den siebten benötigten Antriebsstrang ein zusätzlicher Achsverstärker eingebaut.

Fanuc auf der Euroblech: Halle 13, Stand F98

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