Suchen

Umstrukturierung

Feintool stellt sich auf härtere Zeiten ein

| Autor/ Redakteur: Stéphane Itasse / Stéphane Itasse

Die markanten Veränderungen in der Automobilindustrie erfordern nachhaltige Maßnahmen bei Feintool. Das Unternehmen stellt sich auf mittelfristig niedrigere Produktionsvolumina ein, wie es am Dienstag mitteilt. Für das Geschäftsjahr 2008/09 erwartet Feintool ein negatives Betriebsergebnis, ist aber für das kommende Geschäftsjahr 2009/10 zuversichtlich.

Firmen zum Thema

Vor allem im Segment Automatisierung stehen bei Feintool Fusionen, Kostensenkungen und Entlassungen an. Bild: Feintool
Vor allem im Segment Automatisierung stehen bei Feintool Fusionen, Kostensenkungen und Entlassungen an. Bild: Feintool
( Archiv: Vogel Business Media )

Im Zuge der Finanzkrise ist die Automobilproduktion - mit Rückgängen von bis zu 50% in Teilmärkten - global eingebrochen. Dies hat sich laut Mitteilung auch in den Geschäftszahlen der Feintool-Gruppe niedergeschlagen. Das Unternehmen muss nach eigenen Angaben als Systemanbieter für Feinschneiden und Umformen, Montageautomation sowie als globaler Automobilzulieferer für feingeschnittene Metallkomponenten im Geschäftsjahr 2008/09 einen Umsatzrückgang von bis zu 35% verzeichnen, der ohne die hohen Auftragsbestände aus dem Vorjahr noch drastischer ausgefallen wäre.

Feintool streicht 450 Stellen

Der Nettoumsatz des Unternehmens wird im Geschäftsjahr 2008/09 um rund 35% tiefer liegen als im Vorjahr, heißt es weiter. Während sich das Betriebsergebnis (EBIT) am 30. September 2009 zwischen –55 Mio. und –60 Mio. Schweizer Franken bewegen werde, werde der Nettoverlust zwischen 65 Mio. und 70 Mio. Franken inklusive einmaliger Aufwendungen liegen. Feintool will bis Ende des Kalenderjahres weltweit rund 450 Stellen abbauen.

In den letzten Monaten zeichnete sich ab, dass sich das Segment System Parts im ersten Quartal 2009/10 positiv weiterentwickeln wird, erläutert Feintool. Im Investitionsgüterbereich (Segmente Fineblanking Technology und Automation) sei eine Wiederbelebung des Marktes gegen Ende des zweiten Quartals 2009/10 zu erwarten.

Um die Finanzierung des operativen Geschäfts und insbesondere der Investitionen der nächsten Jahre sicherzustellen, habe Feintool mit den Geschäftsbanken am 22. September 2009 einen Rahmenkreditvertrag in der Höhe von 120 Mio. Franken mit einer Laufzeit bis 2012 unterzeichnet. Der Rahmenkredit eröffne darüber hinaus Spielraum für das geplante Wachstum. Weiter stelle dieser mit dem Eigenkapital von 154,8 Mio. Franken (per 31. März 2009) sowie einer Eigenkapitalquote von rund 38% eine solide finanzielle Basis dar.

Automatisierungs-Töchter von Feintool fusionieren

Nach der Entscheidung zur Schließung der Firma Mühlemann AG plant der Verwaltungsrat in einem nächsten Schritt den Zusammenschluss zweier Tochtergesellschaften innerhalb des Segments Automation: In der Schweiz werden IMA Automation Aarberg AG und Afag Automation AG in Huttwil fusioniert. Dabei soll die Markt- und Kundenbetreuung für IMA Automationssysteme mit Vertrieb und Service in der Schweiz künftig in der Afag Automation AG in Huttwil wahrgenommen werden.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 319270)

gemeinfrei; Presstec Pressentechnologie GmbH; Läpple AG; Prima Power; Trumpf Group; ; Archiv: Vogel Business Media; VAL; KLAUS LORENZ; Boschert; Liebherr-Hydraulikbagger; Schoen + Sandt; Haulick+Roos; Siemens, 2019; picsfive - Fotolia; Kasto; Fagor Arrasate; Bomar; VCG; Trafö; ©Marc/peshkova - stock.adobe.com / Cadera Design; Dinse; Ecoclean; Lima Ventures; Hommel+Keller; Southco; Autoform/Rath; Opdi-Tex; GOM; BMW; Ugitech, Schmolz + Bickenbach; Thyssenkrupp; Karberg & Hennemann; Ceramoptec; schoesslers; GFE; Untch/VCC; ©Andrey Armyagov - stock.adobe.com; Fraunhofer IWM; Automoteam; Kuhn; Vogel/Finus; Eckardt Systems