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Instandhaltung

Filtersystem mit Brikettierung sorgt für hohe Oberflächengüte beim Schleifen

| Redakteur: Claudia Otto

Schon feinste Schleifpartikel im Kühlschmiermittel beeinträchtigen die Präzision, Oberflächengüte und Prozesssicherheit in Metall verarbeitenden Betrieben. Ein Kompaktfiltersystem mit integrierter Brikettierung hat in einer Präzisionsschleiferei Abhilfe geschaffen.

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Die Inbetriebnahme des Kompaktfiltersystems bewirkte signifikante Effizienzsteigerungen in der Präzisionsschleiferei. (Bild: GKD)
Die Inbetriebnahme des Kompaktfiltersystems bewirkte signifikante Effizienzsteigerungen in der Präzisionsschleiferei. (Bild: GKD)

Kleine Ursachen haben in der Metall verarbeitenden Industrie häufig große Wirkung: Kleinste Verunreinigungen des Schleifmediums können die Effizienz des gesamten Prozesses gefährden. Für Unternehmen wie die Heinrich Müller GmbH mit Sitz in Wendelstein, Mittelfranken, hat deshalb die Reinheit des Schleifmediums hohe Priorität.

Hohe Oberflächengüte und Flexibilität gefordert

Das im Jahre 1907 gegründete Unternehmen gilt heute mit einem Jahresumsatz von 12 Mio. Euro als Spezialist für die Produktion hochkomplexer, einbaufertiger Automatendrehteile in Mittel- und Großserienfertigung. Allen dort gefertigten Bauteilen gemeinsam sind höchste Anforderungen an Präzision sowie Oberflächengüte, die absolute Prozesssicherheit voraussetzen.

Die hohen Stückzahlen – im Jahr maximal 5 Mio. Stück pro Produkt – verlangen zudem maximale Produktivität. Flexibilität in der Fertigung, messbar höhere Standzeiten und Zuverlässigkeit der Bearbeitungsprozesse gewährleisten dabei die notwendige Wirtschaftlichkeit.

Mit hochwertiger Messtechnik und optischen Sortierautomaten sichert das Unternehmen absolut zuverlässig die geforderte Qualität seiner Produkte. Die Stückzahlen sind nur mit höchster Präzision bei immer kürzerer Bearbeitungszeit zu erzielen.

Schleiftoleranz von 11 μm einzuhalten

Jährlich werden 2 Mio. Ventilführungen aus einer Messing-Sonderlegierung spitzenlos geschliffen. Während des Schleifvorgangs nimmt eine Ventilführung binnen zwei Sekunden ihre vom Kunden definierte Dimension an, was einer Ausbringmenge von 1800 Ventilführungen je Stunde entspricht.

Der dabei entstehende Schleifstaub und -abrieb wird mit dem Schleiföl ausgetragen. Jede dieser rund 45 mm langen Ventilführungen wird mit einer 11-μm-Toleranz geschliffen. Um diese Toleranzen einzuhalten, spielt auch die Beschaffenheit des Kühlschmieröls eine entscheidende Rolle.

Rsikoreiche Zwischenlagerung des Filterschlamms verhindern

Im Jahr 2010 kam zu den bisherigen zwei spitzenlos schleifenden Automaten eine dritte, größere Maschine hinzu, womit die Anforderung an die Schleifölfiltration, die bisher eine Zentrifuge erledigte, stieg: 1200 l Schleiföl durchströmen heute permanent die drei Automaten, um Schleifscheiben und Werkstück gleichmäßig zu schmieren und frei von Spänen oder Abrieb zu halten. Da bereits kleinste Verunreinigungen des Öls die Präzision des Schleifprozesses beeinträchtigen und die Werkzeuge gefährden würden, war eine Optimierung des Filtrationsprozesses notwendig. Darüber hinaus sollte für die risikoreiche Zwischenlagerung des Filterschlamms, der als Sondermüll gilt, sowie seine aufwendige wie teure Entsorgung Abhilfe gefunden werden.

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