Intec/Z Fitnesskur an der Wege des Maschinenbaus

Autor / Redakteur: Ina Reichel / Ulrike Gloger

Wirtschaft, Wissenschaft und Politik diskutieren während der Zukunftskonferenz Maschinenbau am 14. und 15. März in Leipzig die Perspektiven der Branche. Die Konferenz findet mit direkter Anbindung zur Maschinenbaumesse Intec und zur Zuliefermesse Z statt.

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Der zentrale Messeplatz Leipzig knüpft an seine langjährige Tradition als Ost-West-Drehscheibe an. Bild: Leipziger Messe
Der zentrale Messeplatz Leipzig knüpft an seine langjährige Tradition als Ost-West-Drehscheibe an. Bild: Leipziger Messe
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Maschinen- und Anlagenbauer aus dem östlichsten deutschen Freistaat haben den schwierigen Wandel von der Plan- zur Marktwirtschaft gemeistert. Heute sind sie im bundesweiten Vergleich die Nummer eins in Ostdeutschland und belegen im Ranking aller 16 Bundesländer den 7. Platz. In rund 440 sächsischen Unternehmen arbeiten 34 000 Beschäftigte. Die Umsätze wachsen seit Mitte der 1990er Jahre kontinuierlich. Sie erwirtschaften knapp 5% des gesamtdeutschen Maschinenbau-Umsatzes. Die Exportquote erreicht rund 42%.

Ostdeutsche Unternehmen am Weltmarkt auf Augenhöhe

Technische Spitzenleistungen sind die Voraussetzung für unternehmerischen Erfolg, betont Reinhard Pätz. Der VDMA-Geschäftsführer für die Landesverbände Nordost und Sachsen-Thüringen unterstreicht: „Wir können mit Fug und Recht sagen, dass unsere Unternehmen auf Augenhöhe mit dem Weltmarkt arbeiten. Ob im Werkzeugmaschinenbau, in der Förder- und in der Automatisierungstechnik, im Druckmaschinen- und Großanlagenbau – die ostdeutschen und insbesondere die sächsischen Maschinenbauer haben sich international etabliert. Wichtig ist, die Position zu halten und möglichst auszubauen. Das gilt für die gesamtdeutsche Branche.“

Erfolgversprechende Wege dafür diskutieren Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik auf der Zukunftskonferenz Maschinenbau am 14. und 15. März in Leipzig. Mit dieser Veranstaltung will das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) die von ihm initiierten Branchenkonferenzen fortsetzen und die Perspektiven des deutschen Maschinenbaus beleuchten.

Zukunftskonferenz verdeutlicht Stärken im globalen Wettbewerb

Insbesondere soll auf die Stärken und Chancen des ostdeutschen Maschinen- und Anlagenbaus im globalen Wettbewerb aufmerksam gemacht werden. „Dass sich Politik und Wirtschaft in Leipzig treffen, ist für mich Anerkennung der Leistungen der mehr als 34000 Beschäftigten in den rund 440 sächsischen Betrieben. Wer an der Spitze bleiben will, muss schon heute die Themen von morgen diskutieren. Die Zukunftskonferenz wird dazu beitragen, fit für die Zukunft zu machen“, erklärt Sachsens Staatsminister für Wirtschaft und Arbeit, Thomas Jurk. Außer dem Bundeswirtschaftsministerium ist der Freistaat Sachsen ebenso ein Mitveranstalter wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA).

Zur Zukunft des deutschen Maschinenbaus gehört, dass er weiterhin erfolgreich in Deutschland produzieren kann und wird. „Wir wollen mittels Erfahrungsbeispielen sowie bei Unternehmensbesuchen zeigen, dass es sich gerade auch für Investoren aus dem Ausland lohnt, sich in den neuen Bundesländern anzusiedeln“, informiert der VDMA-Chef für Ostdeutschland, Reinhard Pätz.

Ebenso gilt es, weiter mit Innovationen zu punkten und dafür Wirtschaft und Wissenschaft noch stärker miteinander zu verbinden. Sächsische Unternehmen und Forschungseinrichtungen sind dabei, feste Brücken zu schlagen. Befördert wird dieser Prozess durch die Arbeit der Verbund-initiative Maschinenbau Sachsen (VEMAS). Durch Kompetenz- und Ressourcenbündelung forciert sie die Entwicklung von Produkt- und Prozessinnovationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Maschinenbau ist Esxportweltmeister

Deutschlands Maschinenbau weist wie kein anderer der Welt starke internationale Verflechtungen auf. Die Branche ist Exportweltmeister. Mehr als 70% der Erzeugnisse werden für das Ausland produziert. Deshalb steht das Thema „Märkte der Zukunft – Zukunft der Märkte“ als weiterer Schwerpunkt auf der Tagesordnung. Experten aus dem Ausland werden ihre Sichtweise zur internationalen Marktentwicklung vortragen und mit deutschen Vertretern diskutieren.

Die Konferenz findet parallel zur Premiere des neuen Messe-Doppels aus Zuliefermesse Z 2007 und neu ausgerichteter Maschinenbaumesse Intec statt. „Das ist ein Plus für beide Veranstaltungen. Der zentrale Messeplatz Leipzig knüpft damit an seine langjährigen Traditionen als Ost-West-Drehscheibe an“, sagt Reinhard Pätz.

Zur „Z“ und Intec werden rund 900 Aussteller, vorwiegend aus West- und Osteuropa, erwartet.

Ina Reichel ist Fachjournalistin in Chemnitz.

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Link: Messe Intec

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