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Umformpressen

Flexible Pressenlinie fertigt 50 verschiedene Teile

| Autor: Stéphane Itasse

Immer kleinere Losgrößen, immer mehr unterschiedliche Teile auf einer Anlage, und das alles bei einem hohen Auslastungsgrad: Die Reum Kunststoff- und Metalltechnik GmbH in Hardheim hat sich für ihre hohen Ansprüche jetzt eine Band- und Pressenanlage liefern lassen, die sich so vielseitig wie kaum eine andere einsetzen lässt.

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Rechts das Band mit den Gutteilen, links der Abfall: Die Pressenanlage von G+K kann flexibeln produzieren.
Rechts das Band mit den Gutteilen, links der Abfall: Die Pressenanlage von G+K kann flexibeln produzieren.
( Bild: G+K Umformtechnik )

Am Anfang war es der Kunde, der die Anregung gab. „Wir haben relativ genaue Vorgaben bekommen, sie geprüft und zugesagt, dass wir das auch umsetzen können“, berichtet Dr. Michael Kunkel, Geschäftsführer von G+K. Die Vorstellungen von Reum waren durchaus anspruchsvoll: Mindestens 50 unterschiedliche Teile soll die Presse herstellen, allein sechs verschiedene Betriebsarten sind vorgesehen – Untervarianten kommen noch hinzu.

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Umformanlage arbeitet auch schon bei kleinen Losgrößen wirtschaftlich

Dabei besteht die Fertigungslinie aus Komponenten, die aus dem Standardbaukasten des Herstellers kommen. „Lediglich die Gesamtkonzeption und die Zusammenstellung sind neu“, sagt Kunkel. Die Anlage sei insgesamt so flexibel, dass Reum damit auch geringe Stückzahlen wirtschaftlich produzieren könne. Außerdem kommen bei G+K sowohl die Presse als auch die Bandanlage aus einer Hand, was nur wenige Wettbewerber bieten könnten oder wollten.

Die Bandanlage besteht aus einer Abwickelhaspel, einem Schlepprichtsatz für Bleche bis 1000 mm Breite und 1 mm Dicke, einem elektronischen Walzenvorschub, einer hydraulischen Presse sowie einer Handlingeinheit zum Entnehmen, Umsetzen und Drehen beziehungsweise Ablegen der fertigen Platinen. Takt- beziehungsweise Abfallbänder sowie eine Aufwickelhaspel komplettieren die Linie. Das maximale Coilgewicht liegt bei 2 t. Mit dem Bandvorschub wird eine Geschwindigkeit bis 50 m/min bei einer maximalen Vorschubgenauigkeit von ± 0,02 mm (nicht summierend) erreicht.

Transfersystem nur für die Presse

Die hydraulische Doppelständerpresse verfügt über eine Druckkraft von 1600 kN und einen Stößelhub von 500 mm bei einer Einbauhöhe von 800 mm. Tisch- und Stößelfläche betragen 1300 mm * 1000 mm. Eine außermittige Belastung bis 400 kN ist durch den sehr stabilen Aufbau der Presse möglich. Das programmierbare Handling- und Transfersystem hat G+K selbst konzipiert. „Ein Standardsystem wäre für diesen Fall ungeeignet gewesen, deshalb haben wir gemeinsam mit Festo ein Konzept entwickelt, das für diesen Einsatzzweck passt“, sagt Norman Gröschl, ebenfalls Geschäftsführer von G+K.

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