Röntgenanalyse Flexibles Röntgensystem entdeckt versteckte Bauteilmängel in Echtzeit

Redakteur: Peter Königsreuther

Mit dem Matrix XCT-1000, steht der Qualitätssicherung jetzt ein kompaktes und vielseitig konfigurierbares Röntgensystem für die manuelle, berührungslose Bauteilinspektion zur Verfügung.

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Dr. Sven Gondrom von Matrix Technologies erläuterte die besonderen Eigenschaften des hochauflösenden CT-Röntgeninspektionssystem XCT-1000 aufder Control 2012 in Stuttgart.
Dr. Sven Gondrom von Matrix Technologies erläuterte die besonderen Eigenschaften des hochauflösenden CT-Röntgeninspektionssystem XCT-1000 aufder Control 2012 in Stuttgart.
(Bild: Königsreuther)

Wie Dr. Sven Gondrom auf der Control 2012 in Stuttgart erzählte, können mit dem kompakten XCT-1000 etwa Gussteile in einem Zeitraum von unter 1 min samt automatischer Gut-/Schlecht-Auswertung und Sortierung geprüft werden. Das platzsparende System ist besonders für Kleinserien und für hochgenaue Materialanalysen im Laborbereich ausgelegt, so Gondrom weiter.

Echtzeitanalyse mit flexibler Röntgenquelle

Sehr hohe, geometrische Zoomfaktoren sollen präzise Echtzeit-Rekonstruktion im Submikrobereich ermöglichen. Das XCT-1000 deckt dabei vor allem versteckte Mängel wie Risse und Lunker im Bauteilinneren auf, von Hinterschnitten und Freiformflächen, wie es heißt. Je nach Kundenwusch können verschiedene Röntgenröhren und Flat Panel Detektoren. Die Auswahl reicht dabei von 130 kV-Röhren bis zu 190 kV-Exemplaren, deren Auflösung dann im Nanometerbereich liegt.

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Mit den XCT-Systemen kann das Siemens Cera-TXR Verfahren zur theoretisch exakten Rekonstruktion angewendet werden, so die weiteren Informationen. Dabei handele es sich um ein besonders schnelles, qualitativ hochwertiges CT-Verfahren, das kegelstrahlartefaktfreie Bilder liefert, wodurch die Inspektion längerer Objekte ohne Übergangsartefakte gelinge.

Bei der verwendeten Hardware handelt es sich um eine PC-Station in Multiprozessorbauweise, die mit Windows XP und Windows 7 arbeiten kann. Als Steuerungssoftware kommt die Xmips_NDT XCT zum Einsatz. Optional kann die MIPS-NDT inspect zur automatischen 2D-Fehleranalyse genutzt werden sowie der MIPS_NDT analyzer zur manuellen Bildverarbeitung. Volume Graphics steuert die 3D Software VG Max 2.X bei, die eine optimale Visualisierung von Voxel-Daten zur 3D-Materialanalyse ermöglicht.

Röntgeninspektion strahlungssicher und materialunabhängig

Wer das kompakte Röntgeninspektionssystem nutzt, dem winken besondere Systemmerkmale. Dazu gehört etwa die materialunabhängige Möglichkeit der zerstörungsfreien Materialprüfung, ein Fünf-Achs-Manipulator, ein variabler Fokus-Detektor Abstand zur Kontrasterhöhung, eine Ringartefakt-Unterdrückung und die Möglichkeit zur 3D-Volumen CT. Die XCT-1000 Serie wird momentan in drei Varianten angeboten, die sich vor allem bei der verwendeten Röntgenstrahlquelle unterscheiden.

Alle Modelle arbeiten mit horizontalem Strahlengang und vertikal angeordneten Rotationsachsen, um Gravitationseinflüsse zu minimieren. Die Röhrenhalterungen und die Aufnahmen für die digitalen Flat Panel Detektortypen sind justierbar ausgeführt. Das gilt auch für den Drehtisch zur Probenaufnahme. Die Strahlungssicherheit wird mit besser als 0,2 µSv/h angegeben.

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