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IPH Forscher arbeiten an materialsparendem Schmiedeverfahren für Stahlkolben

| Redakteur: Claudia Otto

Kolben für Fahrzeugmotoren werden allein in Deutschland jedes Jahr millionenfach hergestellt – doch die Herstellung ist wenig effizient. Wenn der Kolben nach dem Schmieden mit der Bohrung für den Kolbenbolzen versehen wird, geht viel Material verloren.

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Dank eines neuen Umformverfahrens soll die Bohrung für den Kolbenbolzen künftig schon während des Schmiedens entstehen.
Dank eines neuen Umformverfahrens soll die Bohrung für den Kolbenbolzen künftig schon während des Schmiedens entstehen.
(Bild: Kolbenschmidt Pierburg )

Könnte man diese Bohrung schon während des Schmiedens einbringen, ließe sich bis zu 10 % Material sparen, schätzen die Ingenieure des Instituts für Integrierte Produktion Hannover (IPH). Dadurch würde weniger Stahl verschwendet und weniger Energie zur spanenden Bearbeitung benötigt. Die Bauteile würden dadurch günstiger – und ihre Herstellung umweltfreundlicher.

Das IPH arbeitet daher an der Entwicklung eines Umformverfahrens, das auf dem mehrdirektionalen Schmieden aufbaut. Letzteres wurde am IPH bereits erfolgreich erprobt. In dem Forschungsprojekt, das bis Februar 2016 läuft, arbeitet das IPH mit neun Unternehmen zusammen – von Stahlproduzenten über Schmiedeunternehmen bis zu Kolbenherstellern. Ziel ist es, ein neuartiges, voll funktionsfähiges Schmiedewerkzeug zu entwickeln und zu erproben, das Stahlkolben mit Hinterschnitten herstellen kann. Das Prinzip ließe sich dann auch auf andere Bauteile übertragen, beispielsweise auf Scharniere oder Querlenker, wie es in einer Mitteilung des IPH heißt.

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