Institut für Werkstofftechnik Bremen Forschung für „massiven Leichtbau“ geht weiter

Redakteur: M.A. Frauke Finus

Je leichter ein Auto, desto weniger Treibstoff verbraucht es – eine einfache Rechnung. Damit das Auto aber auch sicher ist und lange in gutem Zustand erhalten bleibt, müssen seine Bestandteile nicht nur leicht, sondern auch hochbelastbar sein. Eine Schlüsseltechnologie stellt hier der Leichtbau mit Stahl dar, der sich bisher häufig nur auf die Karosserie beschränkt hat. Die Forschung für massiven Leichtbau wird jetzt intensiviert.

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Leichtbaupotenzial von 42 kg Gewicht bei einem Mittelklasse-Pkw.
Leichtbaupotenzial von 42 kg Gewicht bei einem Mittelklasse-Pkw.
(Bild: Industrieinitiative Massiver Leichtbau)

Mit der Finanzierung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) über die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ e.V. (AiF) wird ab 1. Mai 2015 deutschlandweit unter Koordination der Forschungsvereinigung Stahlanwendung e. V. (FOSTA) und der Produktionstechniker der Uni Bremen im Institut für Werkstofftechnik (IWT) ein aus dem Ideenwettbewerb „Leittechnologien für KMU“ entstandenes ambitioniertes Projekt gestartet. Das Ziel des Forschungsverbunds „massiver Leichtbau“: Mithilfe neuer Stahlwerkstoffe sowie Bauteilkonstruktionen und Fertigungsmethoden auch den sogenannten Antriebsstrang von Automobilen noch leichter zu machen und trotzdem höchste Lebensdauererwartungen zu erfüllen. „Wir freuen uns sehr über die Möglichkeiten, die uns die Förderung des neuen Forschungsverbundes gibt und sind optimistisch, dass wir das Image des Werkstoffs Stahl in Sachen Leichtbau weiter verbessern werden“, sagt Professor Hans-Werner Zoch, Geschäftsführender Direktor des IWT und Professor für Werkstofftechnik an der Universität Bremen. Bei Leichtbau im Auto denke man heute eher an Aluminium als an Stahl. Dabei sei Stahl sowohl in der Herstellung als auch im Recycling deutlich ressourcenschonender als Aluminium und böte noch vieles an Entwicklungspotenzial. Die Idee für das neue Vorhaben des Forschungsverbunds „massiver Leichtbau“ ist eine Weiterführung einer gleichnamigen durch zahlreiche Stahlhersteller und Automobilzulieferer finanzierten Initiative. Hier wurden durch die Ausschöpfung schon vorhandener Leichtbaupotenziale für den Antriebsstrang bereits 42 kg Gewicht an einem Mittelklasse-Pkw eingespart. Darauf aufbauend entstanden neue Ideen, durch werkstoff- und fertigungstechnische sowie konstruktive Maßnahmen das Gewicht weiter zu reduzieren.

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