Initiative Massiver Leichtbau Forschung: Reduziertes Gewicht bei Nutzfahrzeugen

Redakteur: M.A. Frauke Finus

Ein neues Konsortium hat sich Ende 2014 zur Initiative Massiver Leichtbau Phase II Leichtes Nutzfahrzeug zusammengefunden. Dazu gehören unter Federführung des Industrieverbands Massivumformung 15 Unternehmen der Massivumformung, zehn Firmen der Stahlindustrie (Langprodukte-Hersteller) und ein Ingenieurdienstleister. Die Initiative hat zwei neue Studien in Auftrag gegeben, die das Leichtbau-Potenzial eines leichten Nutzfahrzeugs (Carrier) untersuchen.

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„Nur bei der Bündelung aller Kompetenzen über die gesamte Produktionskette hinweg können die besten Lösungen entstehen“, sagt Dr.-Ing. Hans-Willi Raedt, Sprecher des Konsortiums.
„Nur bei der Bündelung aller Kompetenzen über die gesamte Produktionskette hinweg können die besten Lösungen entstehen“, sagt Dr.-Ing. Hans-Willi Raedt, Sprecher des Konsortiums.
(Bild: Initiative Massiver Leichtbau)

Dabei handelt es sich um die Fortsetzung der erfolgreichen Potentialstudie Massiver Leichtbau Phase I Pkw. In dieser wurde als zentrales Ergebnis eine Gewichtseinsparung von 42 kg in Antriebsstrang und Fahrwerk eines Pkw ermittelt, was zugleich mit einer deutlichen Minderung des CO2-Ausstoßes verbunden ist. An diesen Erfolg möchte die Initiative mit der Phase II im Bereich Leichtes Nutzfahrzeug anknüpfen. Ziel ist es, durch eine konzertierte Aktion von Massivumformern und Stahlherstellern die Potenziale massivumgeformter Bauteile für den Leichtbau in einem leichten Nutzfahrzeug aufzuzeigen. „Nur bei der Bündelung aller Kompetenzen über die gesamte Produktionskette hinweg, also von der Stahlherstellung über die Umformung und die Bearbeitung bis hin zum fertigen Produkt, können die besten Lösungen entstehen“, erläutert Dr.-Ing. Hans-Willi Raedt, Sprecher des Konsortiums und Vice President Advanced Engineering der Hirschvogel Automotive Group. Die Initiative will mit der Phase II weitere Entwicklungsprojekte für neue Prozesse mit modernen Stählen anstoßen und darüber hinaus Wettbewerbsvorteile zu konkurrierenden Fertigungsverfahren und Werkstoffen benennen. Das Projekt wird aus Eigenmitteln der beteiligten Unternehmen und Verbände finanziert. Die Studie Leichtbaupotenziale massivumgeformter Komponenten LNfz führt die fka Forschungsgesellschaft Kraftfahrwesen mbH Aachen im Auftrag der Initiative Massiver Leichtbau durch. Eine Fahrzeuggesamtanalyse soll das Potenzial der Gewichtseinsparung an einem leichten Nutzfahrzeug aufzeigen. Die Forscher bewerten dabei jede Komponente in Antriebsstrang und Fahrwerk unter integraler Berücksichtigung von Alternativen in Werkstoffwahl, Fertigungstechnik und Bauteildesign.

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