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Personal 2013 Frauen, Silver Worker, Leiharbeiter – den Fachkräftemangel meistern

| Redakteur: Jürgen Schreier

Die Frauenquote in Aufsichtsräten ist erst einmal vom Tisch. Dennoch fragen sich die Unternehmen, wie sie den Anteil an Führungsfrauen im Einklang mit dem Arbeitsrecht steigern können. Auf den Messen Personal 2013 Süd und Nord erhalten HR-Manager Handlungshilfen für diese und weitere arbeitsrechtliche Fragen.

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Sollen die drohende Fachkräftelücke zumindest teilweise ausdgleichen: die sogenannten Silver Workers.
Sollen die drohende Fachkräftelücke zumindest teilweise ausdgleichen: die sogenannten Silver Workers.
(Bild: VBM-Archiv)

Die Frauenquote ist umstritten. „Jedes Unternehmen sollte für sich entscheiden, ob eine Quote richtig ist. Es gibt gute Argumente dafür und dagegen“, meint Dr. Rupert Felder, Leiter Human Resources der Heidelberger Druckmaschinen AG. Selbst unter Frauen herrsche da wenig Einigkeit. Eine Quote könne jedoch für viele Unternehmen nur Zielkorridore beschreiben. „Im Maschinenbaustudium gibt es generell zu wenig Frauen“, beschreibt Dr. Felder ein Problem, über das Experten auf der Messe Personal 2013 Süd in Stuttgart (23. und 24. April) diskutieren.

Podium zur Frauenquote

Die Zeitschrift Arbeit und Arbeitsrecht hat neben dem Personalleiter aus Heidelberg Diana Baumhauer, Leiterin Personal Holding der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck GmbH, und Oliver Schmitz, Auditor der berufundfamilie Service GmbH, zur Debatte „Frauenquote: Den Fluch als Chance begreifen“ eingeladen.

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Arbeitsrechtliche Aspekte stehen beim Input von Rechtsanwalt Dr. Christian Arnold, LL.M. (Yale), Partner bei Gleiss Lutz, und Claudia Köpnick, Vice President Corporate Department Labour Law der Robert Bosch GmbH, im Mittelpunkt. Bei der Podiumsdiskussion geht es auch um die Frage, welche arbeitsrechtlichen Konflikte gezielte Frauenförderung mit sich bringen kann – etwa im Hinblick auf das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz.

Die Silver Worker kommen zurück

Allein mit Frauen werden Unternehmen allerdings die Fachkräftelücke kaum schließen können. Bis 2025 stehen dem Arbeitsmarkt voraussichtlich 6,5 Millionen Erwerbstätige weniger zur Verfügung als heute, während der Anteil der über 50-Jährigen kontinuierlich steigt. Um diesen Veränderungen der Altersstruktur gerecht zu werden, müssen Unternehmen ihre Arbeitsorganisation neu gestalten: alternsgerechte Arbeitszeitmodelle, „gesunde“ Arbeitsplätze, betriebliches Weiterbildungsmanagement für Silver Worker und Tätigkeiten von Altersrentnern im Unternehmen sind nur einige Instrumente dafür.

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