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Wertstrommethode

Fraunhofer IAO legt Produktionsstudie „Wertschöpfung steigern“ vor

| Redakteur: Jürgen Schreier

Wie optimieren Unternehmen in Krisenzeiten ihre Prozesse? Mehr als 300 Teilnehmer haben sich an der Umfrage des Fraunhofer IAO in Stuttgart zu diesem Thema beteiligt. Die Ergebnisse sowie Lösungsansätze anhand der IAO-Methode „Wertstrom-Engineering“ sind ab sofort als Studie im IAO-Shop erhältlich.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Im Jahr 2009 war Deutschland von den Folgen der größten Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit betroffen. In dieser turbulenten Zeit hat das Fraunhofer IAO auf Basis der Umfrage „Wertschöpfung steigern“ analysiert, mit welchen Methoden produzierende Unternehmen ihre Prozesse optimieren. An der Befragung nahmen mehr als 300 vornehmlich kleine und mittlere Unternehmen aus der Maschinenbaubranche teil.

Wertstrommethode findet die meisten Anwender

Die Studienergebnisse zeigen, dass in der Industrie eine Vielzahl von Methoden unterschiedlichster Komplexität, von KVP bis Six Sigma, zum Einsatz kommt. Mit einer Anwenderquote von 60% stellt die Wertstrommethode dabei eine wichtige Hilfe zur Prozessoptimierung dar. Besonders selten wird Wertstrom jedoch von Einzel- und Kleinserienfertigern verwendet, die gleichzeitig deutlich schlechtere Ergebnisse in der Anwendung erzielen. Im Gegensatz dazu gelingt es Wertstromexperten, die die Methode häufig einsetzen, Bestände und Durchlaufzeiten um mehr als 30% zu verringern und dabei die Produktivität um mehr als 20% zu steigern.

Wertstrommethode noch ausbaufähig

Obwohl insgesamt acht von zehn Teilnehmern mit der Wertstrommethode zufrieden sind, kann dies nicht darüber hinwegtäuschen, dass einige Missstände bestehen bleiben: Die bisherigen Wertstromansätze können nicht alle Problemstellungen lösen. Bleibende Herausforderungen sind etwa, eine große Anzahl an Typen und Varianten mit unterschiedlichen Abläufen zu fertigen sowie die daraus resultierenden kleinen Serien.

Um speziell diesen Herausforderungen zu begegnen, entwickelte das Fraunhofer IAO die bislang bekannte Wertstrommethodik weiter. „Wertstrom-Engineering“ heißt nun der Schlüssel zur maßgefertigten Produktion, die Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen wesentlich verbessert.

Modellfabrikforum „Wertstrom-Engineering“ im April präsentiert Best Practices

Wie Unternehmer mit Hilfe dieser neuen Methode ihre Einzel- und Kleinserienfertigung systematisch optimieren können, stellt das Fraunhofer IAO auf dem Modellfabrikforum „Wertstrom-Engineering“ am 29. April 2010 in Stuttgart vor. Auf dem Programm steht außerdem der Praxisbericht eines Unternehmens aus dem mittelständischen Maschinenbau, das „Wertstrom-Engineering“ umgesetzt hat.

Die ausführlichen Ergebnisse der Umfrage „Wertschöpfung steigern“ sind ab Mai 2010 in der gleichnamigen Studie zum Preis von 75 Euro im IAO-Internetshop erhältlich. Teilnehmer des Modellfabrikforums (www.iao.fraunhofer.de/vk91.html) erhalten die Publikation kostenlos.

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