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Leichtbau

Fraunhofer und DLR treiben Leichtbau-Forschung voran

| Autor/ Redakteur: Stéphane Itasse / Stéphane Itasse

Faserverbundwerkstoffe sollen nicht nur Flugzeuge und Fahrzeuge, sondern auch Maschinenelemente leichter und damit energiesparender machen. In Augsburg erfolgte deshalb der erste Spatenstich für die Fraunhofer-Projektgruppe „Funktionsintegrierter Leichtbau“ und das „Zentrum für Leichtbauproduktionstechnologie“ des DLR, wie das Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie ICT mitteilt.

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Prominenz gab sich die Ehre beim ersten Spatenstich für das „Zentrum für Leichtbauproduktionstechnologie“ in Augsburg. Bild: StMWIVT
Prominenz gab sich die Ehre beim ersten Spatenstich für das „Zentrum für Leichtbauproduktionstechnologie“ in Augsburg. Bild: StMWIVT
( Archiv: Vogel Business Media )

Neue, leichte Werkstoffe helfen den Energieverbrauch und den Ausstoß von Schadstoffen bei Flug- und Fahrzeugen zu senken, heißt es in der Mitteilung. In den Flugzeugen der nächsten Generation würden verstärkt Faserverbundkunststoffe (FVK) eingesetzt, die aus in eine Kunststoffmatrix eingebetteten Verstärkungsfasern bestehen. Das Material sei leicht und verfüge dennoch über eine hohe spezifische Steifigkeit. Das macht laut Fraunhofer den Werkstoff auch für den Fahrzeug- und Maschinenbau interessant.

Leichtbau auf dem Weg zur Zukunftstechnologie

„Der Leichtbau gehört im Zeichen eines steigenden Umweltbewusstseins und schwindender Ressourcen zweifelsohne zu den wichtigsten Zukunftstechnologien im Flugzeug-, Fahrzeug- sowie Maschinenbau. Eine besondere Rolle kommt hierbei den Hochleistungsfaserverbundwerkstoffen zu, die nicht nur das höchste Leichtbaupotenzial, sondern gleichzeitig vielfältige funktionale Vorteile bieten“, sagt Prof. Hans-Jörg Bullinger, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft. Die größte Bedeutung hätten hierbei kohlenstofffaserverstärkte Kunststoffe. Sie sind laut Angaben etwa 30% leichter als Aluminium und 60% leichter als Stahl.

Voraussetzung für die Nutzung dieses enormen Leichtbaupotenzials seien neue Konzepte, die eine faser- und textilgerechte konstruktive Gestaltung, neuartige Bauweisen, aber auch neue Struktur- und Werkstoffkonzepte sowie großserienfähige Fertigungstechniken mit hohem Automatisierungsgrad einschließen.

Leichtbau-Projektgruppe erforscht Werkstoffe und Verfahren

Schwerpunkt der Fraunhofer-Projektgruppe „Funktionsintegrierter Leichtbau“ ist es, neue Werkstoffe und Verfahren für die Automobil- und Maschinenbauindustrie zu entwickeln, wie das Fraunhofer ICT ankündigt. Die Projektgruppe wurde im Februar diesen Jahres als Außenstelle des Fraunhofer-Instituts in Augsburg gegründet.

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