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Personal 2013 Süd Führung nicht heroisieren

| Redakteur: Jürgen Schreier

Hohe Leistungen, effiziente Arbeitsprozesse, eine gute Unternehmenskultur – für viele Prozesse in Unternehmen spielen Führungskräfte eine Schlüsselrolle. Was aber ist die Essenz guter Führung?

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Joachim Hoffmann: „Wir stellen erfolgreiche Führungskräfte gerne an einem Tag auf den Olymp, um sie bei nächster Gelegenheit mit Kritik zu überhäufen und vom Thron zu stürzen.“
Joachim Hoffmann: „Wir stellen erfolgreiche Führungskräfte gerne an einem Tag auf den Olymp, um sie bei nächster Gelegenheit mit Kritik zu überhäufen und vom Thron zu stürzen.“
(Bild: Spring Messe Management)

Eine Antwort auf diese Frage gibt Joachim Hoffmann, bis vor kurzem Leiter Personalentwicklung von BMW, in einem Keynote-Vortrag auf der Messe Personal 2013 Süd am Mittwoch, den 24. April 2013, in Stuttgart.

„Wir stellen erfolgreiche Führungskräfte gerne an einem Tag auf den Olymp, um sie bei nächster Gelegenheit mit Kritik zu überhäufen und vom Thron zu stürzen“, hat Joachim Hoffmann beobachtet. Deshalb plädiert der ehemalige Leiter Personalentwicklung von BMW und heutige Potenzialentfaltungscoach für mehr Bodenhaftung: „Wir sollten Führung nicht heroisieren.“

Unternehmen müssten sich darüber klar werden, woran sie Erfolg festmachen: am nachhaltigen Erfolg für Unternehmen und Gesellschaft oder am bonusmaximierenden kurzfristigen Erfolg für die Führungskraft, am langfristigen Entwicklungserfolg der Mitarbeiter oder an der reinen Zielerfüllung von Funktionsinhabern.

Komplexität in der Arbeitswelt begegnen

Eine Herausforderung für Führungskräfte bestehe aktuell darin, den Mitarbeiternachwuchs aus der nachrückenden Generation mit anderen Augen zu sehen. Junge Menschen seien heute anders sozialisiert und brächten neue Werte und Vorstellungen mit in die Betriebe – wie etwa Transparenz oder den verantwortungsvollen Umgang mit dem Thema Nachhaltigkeit. Das präge und verändere auch die Art der gelebten Führung.

„Viele Menschen, die derzeit in Führungsfunktionen sind, würden vermutlich mit ihrer aktuellen Einstellung nicht mehr dort hinkommen – es sei denn, sie sehen junge Menschen als Chance und wachsen an ihnen“, ist Hoffmann überzeugt.

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