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Auftragsfertigung

Für Auftragsfertiger gibt es keine Rezession

| Redakteur: Jürgen Schreier

Kinkele ist mit gut 400 Mitarbeitern Deutschlands größter Auftragsfertiger. Groß sind auch die Teile und Komponenten, die das Ochsenfurter Unternehmen für 40 Branchen herstellt. Über die aktuelle Geschäftsentwicklung, die Erwartungen an die Hannover-Messe und Erfolgsstrategien für Auftragsfertiger sprachen wir mit Geschäftsführer Steffen Schwerd.

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Steffen Schwerd, Geschäftsführer der Kinkele GmbH & Co. KG: "Nach den beiden rabenschwarzen Jahren 2009 und 2010 spüren wir leichten Aufwind." (Bild: Schreier)
Steffen Schwerd, Geschäftsführer der Kinkele GmbH & Co. KG: "Nach den beiden rabenschwarzen Jahren 2009 und 2010 spüren wir leichten Aufwind." (Bild: Schreier)

Herr Schwerd, der Wirtschaftsaufschwung ist da und scheint sich zu festigen. Macht sich das auch in den Auftragsbüchern von Kinkele bemerkbar?

Schwerd: Nach den beiden rabenschwarzen Jahren 2009 und 2010 spüren wir leichten Aufwind. Wir haben ja das Phänomen, dass wir von den Auftragseingängen unserer Kunden abhängig sind. Das heißt, wenn unsere Kunden überproportional gute Auftragseingänge haben, spüren wir das im Versatz von drei bis sechs Monaten auch hier in Ochsenfurt. Aktuell ist es so, dass wir über viele Projekte sprechen, viele Angebot draußen haben. Aber der Auftragseingang entwickelt sich noch nicht so stürmisch, wie die Zeitungen schreiben.

Aus welchen Branchen ist die Nachfrage besonders stark?

Schwerd: Es sind zurzeit auch die vom VDMA ausgewiesenen Spitzenreiter. Vorne liegen die Energietechnik, die Textilmaschinen und die Kunststoffverarbeitungsmaschinen, aber auch der gesamte Bereich der Vakuumbeschichtungstechnik. Diese Beschichtungstechnik wird unter anderem für I-Pads und elektronische Geräte mit großen Bildschirmen gebraucht. Dies zieht zurzeit einen Nachfrageboom für Anlagen zur Displaybeschichtung nach sich, den wir im Auftragseingang deutlich spüren.

Bei der Energietechnik, sind da auch die erneuerbaren Energien mit dabei?

Schwerd: Wir haben bei Kinkele, was den Energiebereich anbetrifft, einen interessanten Mix von Baugruppen und Anlagen. Wir sind tätig für die Windkraftbranche, für die Photovoltaik- und Solarenergietechnik, aber auch für konventionelle Energien wie die Gas- oder Dampfturbinentechnik oder die Kerntechnik. Für uns ist das Thema Energie in seiner ganzen Bandbreite ein essenzieller Bestandteil des Geschäfts.

Die Hannover-Messe steht vor der Tür. Stellt Kinkele dort aus?

Schwerd: Ja, wir stellen in Hannover aus. Wir haben auch einen größeren Stand als im Vorjahr. In den letzten beiden Jahren haben wir den Gürtel ziemlich eng geschnallt, aber in diesem Jahr heißt es Flagge zeigen. Ich freue mich auf eine sehr interessante Hannover-Messe. Es ist in diesem Jahr von den Themen her wieder die "große" Hannover-Messe und so gehen wir davon aus, dass wir mit vielen neuen Kontakten und interessanten Projekten nach Hause fahren werden.

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