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Auftragsfertigung

Für Auftragsfertiger gibt es keine Rezession

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Gehen Sie als Aussteller in diesem Jahr noch auf andere Messen?

Schwerd: Wir werden in diesem Jahr noch auf die EMO gehen, weil der Bereich Werkzeugmaschinen für uns als Kundschaft sehr interessant ist und wir als Aussteller mit unseren Leistungen wiederum Interessantes für die EMO-Besucher zu bieten haben.

Herr Schwerd, die Auftragsfertigerbranche ist sehr vielfältig. Sie umfasst Anbieter von ganz klein bis ganz groß. Spezialisierte Zulieferer bieten an diesem Markt ebenso an wie Unternehmen, die – vor allem in Krisenzeiten - mit Lohnarbeit ihre Kapazitäten auslasten wollen. Wo sortiert sich Kinkele in diesem weiten Feld ein?

Schwerd: Wir sehen uns als den größten Auftragsfertiger in Deutschland. Mit über 400 Mitarbeitern sind wir in der Lage, vom Kleinteil bis zur kompletten Maschine den Markt zu bedienen. Wir beobachten mit Interesse, wie schnell unsere Kunden, die in schlechten Zeiten versuchen, Auftragsfertigung hereinzuholen, die Finger wieder davon lassen. Denn die Auftragsfertigung ist vom gesamten Ablauf her, vom Projektmanagement bis zur Auslieferung, ein komplett anderes Geschäft als die klassische Herstellung von Endprodukten.

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Auch in Hannover werden sich wieder diverse mittel- und osteuropäische Länder und Unternehmen als Lieferanten mit besonders günstigem Preis-Leistungs-Verhältnis präsentieren. Sehen Sie darin eine ernst zu nehmende Konkurrenz?

Schwerd: Nein, im Gegenteil. Die vielen osteuropäischen, aber inzwischen auch chinesischen und indischen Zuliefererunternehmen sind spezialisiert auf eine kostengünstige Serienfertigung. Wir als Einzel- und Prototypenfertiger werden von den deutschen Know-how-Trägern benutzt, um einen Prototyp, eine Vorrichtung oder einen Teststand fertigen. Oftmals wird das Know-how, das wir im Fertigungsbereich erarbeitet haben, über unsere Kunden in die erwähnten Dumpingpreisländer verlagert. Insofern gibt es da sicher eine gewisse Mischzone, aber Angst brauchen wir vor den Billiganbietern nicht zu haben - solange wir uns fertigungstechnisch an der Spitze bewegen.

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