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Werkzeuge

Für Iscar ist die Medizintechnik ein interessanter Wachstumsmarkt

| Redakteur: Rüdiger Kroh

Medizinische Geräte und Implantate erfordern eine hochgenaue Bearbeitung. Wir fragten Sabine Hopf, Industriespezialistin Medizintechnik beim Werkzeughersteller Iscar Germany GmbH, nach den besonderen Herausforderungen und Chancen dieser Branche.

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„Die außerordentlich hohen Anforderungen in der Medizintechnik bieten Iscar die Chance, noch präzisere und komplexere Werkzeuge entwickeln zu können, die sich dann auch für andere Branchen nutzen lassen“, sagt Sabine Hopf, Industriespezialistin Medizintechnik bei der Iscar Germany GmbH. Bild: Iscar
„Die außerordentlich hohen Anforderungen in der Medizintechnik bieten Iscar die Chance, noch präzisere und komplexere Werkzeuge entwickeln zu können, die sich dann auch für andere Branchen nutzen lassen“, sagt Sabine Hopf, Industriespezialistin Medizintechnik bei der Iscar Germany GmbH. Bild: Iscar
( Archiv: Vogel Business Media )

Medizintechnik ist eine Zukunftsbranche. Welche Chancen bietet sie für Iscar als Werkzeughersteller?

Hopf: Dank unserer ganzheitlichen Entwicklungen mit Werkzeugsystem, Schneidstoff und Beschichtung sowie unseres Expertenwissen in diesem Bereich sind wir in der Lage, den Herstellern und Zulieferern medizintechnischer Produkte ein umfassendes Bearbeitungspaket zur Verfügung zu stellen. Außerdem bieten die außerordentlich hohen Anforderungen in der Medizintechnik Iscar die Chance, noch präzisere und komplexere Werkzeuge entwickeln zu können, die sich dann auch für andere Branchen nutzen lassen.

Welche Bearbeitungsaufgaben sind typisch für Anwendungen in der Medizintechnik und was sind dabei die besonderen Herausforderungen?

Hopf: Zu nennen ist hier das 3D-Fräsen von hochkomplexen Implantatbauteilen und Instrumenten aus Titan, Titanlegierungen oder Chirurgenstahl. Es gilt Miniaturbauteile sehr präzise zu bearbeiten, zum Beispiel Dentalkomponenten auf Lang-Drehmaschinen. Verlangt wird auch das Tieflochbohren bei minimalen Durchmessern mit Tiefen bis zu 60 × Bohrungsdurchmesser. Die Herausforderungen liegen in den schwierig zu zerspanenden Materialien, den hohen Ansprüchen an Oberflächenqualität, Maßhaltigkeit und Wiederholgenauigkeit sowie den komplexen Bauteilgeometrien.

Welche Anforderungen müssen Werkzeuge und Werkzeughersteller in der Medizintechnik erfüllen?

Hopf: Da es sich um sehr unterschiedliche Teiletypologien handelt, besteht die Herausforderung in der Auswahl und Gestaltung des jeweils wirtschaftlichsten Zerspanungsprozesses. Gewisse Bearbeitungen am Bauteil unterliegen einem Validierungsprozess und können bei Veränderungen durch Weiterentwicklungen nicht einfach ersetzt werden. Es dürfen sich keine Bestandteile von Beschichtungen und Schneidstoff am Bauteil ablagern.

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