Ejot Gelungene Premiere des Ejot-Fachseminars „Technische Sauberkeit in der Industrie“

Autor / Redakteur: Andreas Blecher / M.A. Frauke Finus

„Das war eine saubere Sache“, spiegelten die zufriedenen Mienen der zahlreichen Teilnehmer am Ende des ersten Experten-Seminars zum Thema „Technische Sauberkeit in der Industrie“ wider, das der Verbindungstechnik-Spezialist Ejot Ende April in Winterberg durchführte. Namhafte Referenten vermittelten den angereisten Konstrukteuren und Fertigungsingenieuren die Grundlagen zur technischen Sauberkeit. Schwerpunkte bildeten die Betrachtung ganzheitlicher Sauberkeitskonzepte für galvanisch beschichtete Verbindungselemente und Kunststoffkomponenten.

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Tagungsleiter Markus Hansel bei der Erläuterung des Ejoclean-Sauberkeitskonzeptes im Rahmen der Betriebsbesichtigung bei Ejot.
Tagungsleiter Markus Hansel bei der Erläuterung des Ejoclean-Sauberkeitskonzeptes im Rahmen der Betriebsbesichtigung bei Ejot.
(Bild: Ejot)

Bereits zu Beginn der Premieren-Veranstaltung wurde jedem Teilnehmer schnell klar, dass in Winterberg ein „ganz heißes Eisen“ thematisch angepackt werden sollte. Denn die große Zahl angereister Besucher, überwiegend Vertreter des „Who is Who“ der deutschen und internationalen Automobilzulieferindustrie, hatte einen guten Grund, ins Sauerland zu reisen. Dieser Grund hieß Sauberkeit. Sicherheitsrelevante, technische Sauberkeit. Denn insbesondere in der Automobilindustrie sind die komplexer werdenden Elektronik- und Hydraulikkomponenten zunehmend empfindlicher gegenüber Partikelverunreinigungen. Dabei kann bereits ein einzelner, elektrisch leitender Partikel in einem elektronischen Bauteil zu dessen komplettem Ausfall führen. Ein besonders Risiko stellt insbesondere die Partikelkontamination in Fahrerassistenz- und Sicherheitssystemen im Automobil dar.

Nachvollziehbar, dass der Begriff der „technischen Sauberkeit“ daher seit einiger Zeit in den Fokus der Entwicklungsabteilungen gerückt ist. Und genau die Konstrukteure und Entwickler aus diesen Bereichen waren schwerpunktmäßig im Teilnehmerkreis vertreten und nutzten die Möglichkeit, sich aus erster Hand über geeignete Reinigungstechniken für Verbindungselemente, sauberkeitsgerechte Verpackungskonzepte sowie modernste Prüfmethoden zur Ermittlung des technischen Sauberkeitsgrades zu informieren. Auch auf die besonderen Anforderungen an Sauberkeitskonzepte für die Herstellung von Kunststoffkomponenten wurde in Winterberg detailliert eingegangen. Tagungsleiter Markus Hansel, Pro-duktmanager Ejoclean bei Ejot: „Die Vielzahl der Interessenten für dieses Seminar lässt darauf schließen, dass wir mit unserem Themenmix genau die Probleme und Fragestellungen abgebildet haben, mit denen unsere Kunden regelmäßig konfrontiert werden. Da freut es uns natürlich besonders, dass wir mit diesem neuen Seminartyp wertvolle Hilfestellungen für die tägliche Arbeit geben können“.

Highlight der Premieren-Veranstaltung war die Keynote von Dr.-Ing. Dipl.-Phys. Markus Rochowicz, Gruppenleiter Kontaminationskontrolle, Abteilung Reinst- und Mikroproduktion am Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung in Stuttgart, der die Teilnehmer auf den aktuellen Stand der VDA 19 brachte. Diese Richtlinie für die Prüfung der Technischen Sauberkeit in der Automobilindustrie hat Rochowicz bereits im Jahr 2004 federführend ins Leben gerufen.

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