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Gemeinsam forschen

| Redakteur: Frauke Finus

Am EFB-Stand haben sich auf der Euroblech in Hannover am Mittwoch Vertreter von OEM, Maschinenherstellern, KMU und Forschungsstellen darüber ausgetauscht, wie sinnvoll gemeinsame Wege der Industrieforschung sind.

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Wilfried Jakob, Präsident des EFB, unterstreicht wie wichtig es sei, dass man in der Industrieforschung zusammenarbeite.
Wilfried Jakob, Präsident des EFB, unterstreicht wie wichtig es sei, dass man in der Industrieforschung zusammenarbeite.
( Bild: Finus )

Die EFB steuert und organisiert aktuell über 150 Projekte der industriellen Gemeinschaftsforschung, wobei Experten aus 250 Unternehmen und 40 Forschungsstellen in den Projektteams und begleitenden Ausschüssen beteiligt sind.

Moderator Dr.-Ing. Norbert Wellmann, Geschäftsführer der Europäischen Forschungsgesellschaft für Blechverarbeitung e.V. (EFB) eröffnete die Gesprächsrunde mit den Worten: „Innovative und forschende Unternehmen sorgen in Deutschland für Arbeitsplätze und Wohlstand, und sichern so ihre eigene Wettbewerbsfähigkeit und Zukunft nachhaltig. Wir zeigen heute, wie sich Unternehmen an Grundlagenforschung zusammen mit den kompetentesten Forschungsinstituten beteiligen können.“

Wilfried Jakob, Präsident der EFB betonte im Verlauf, dass neben der Organisation rund um Fördermittel vor allem das Netzwerk der über 1000 Experten hilfreich sei. „Heute stehen wir vor anderen Fragen als noch vor ein paar Jahren Beispielsweise werden zur Erfüllung der Leichtbauvorgaben neue Materialqualitäten entwickelt, wie die höchstfesten Stähle oder faserverstärkte Kunststoffe. Die Projekte der Industrielle Gemeinschaftsforschung liefern Antworten auf die Fragen, wie die Werkstoffe verarbeitet werden können, also Trennen, Umformen und Verbinden. Die Eigenschaften und Materialdaten werden für Alle möglichst gemeinsam und nur einmal, also kostensparend ermittelt,“ führt er weiter aus.

Dr. Rainer Beyer, Geschäftsführer der Eckold GmbH & Co. KG, ist sich über die Vorteile der Mitarbeit im EFB im Klaren: „Als wir damals das Clinchverfahren entwickelt haben, war Eckold noch ein kleines Unternehmen. Über die Mitarbeit in den Projekten der EFB konnten wir das Clinchen technologisch entwickeln, in der Branche vorstellen und etablieren.

Es war sehr einfach, eigene Projektideen fördern zu lassen. Man geht z.B. auf die EFB-Arbeitskreise und beteiligt sich aktiv an laufenden oder neu entstehenden Projekten. Bei allen Fragen helfen die Forschungsstellen oder die EFB direkt. Eckold ist seit über 25 Jahren ständig in Projekten beteiligt.“ Auf Wellmnans Frage an Dr. Frank Weber, Leitender Mitarbeiter und Aufsichtsratsmitglied der Daimler AG, was die Motivation sei, bei einer gemeinsamen Industrieforschung mitzumachen, antwortete dieser: „Wir benötigen Zulieferer aus allen Bereichen, die wir gut kennen, die technologisch führend und verlässlich sind. Bei den sich weiter verkürzenden Produktzykluszeiten und den neuen Herausforderungen der Elektromobilität können robuste Lösungen nur mit gemeinschaftlichem solidem Grundlagen- und Basiswissen bewältigt werden.“ Weiter erklärte er: „Außerdem gewinnen wir viel Zeit, wenn das Rad nicht immer wieder neu von jedem Einzelnen erfunden werden muss. Wir halten hier engen Kontakt zu unseren Zulieferern, mit denen wir gemeinsam an Projekten beteiligt sind. Und nicht zu vergessen ist natürlich der Personal-Recruiting-Effekt durch Projekte. Wir lernen künftige Mitarbeiter direkt im technischen Prozess kennen.“

Wellmann betonte zum Ende der Gesprächsrunde, dass alle Unternehmen die Möglichkeit hätten, konkrete Projekte der IFG (Industriellen Gemeinschaftsforschung im Rahmen der EFB oder anderer Forschungsvereinigungen der AiF (Arbeitsgemeinschaft der Industriellen Forschungsvereinigungen) fördern und durchführen zu lassen. „Wir möchten Sie ermutigen, diese Chance zu nutzen und mit der EFB oder mit Forschungsinstituten Kontakt aufzunehmen und sich beraten zulassen.“

Der EFB e.V. auf der Euroblech 2016: Halle 11, Stand B07/08

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