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DZ-BANK-Mittelstandsumfrage

Geschäftslage erreicht ein Rekordhoch

| Redakteur: Jürgen Schreier

Berlin (js) - Die konjunkturelle Situation der mittelständischen Unternehmen in Deutschland hat sich weiter verbessert. Die optimistische Einschätzung der Geschäftslage, die mit einer

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( Archiv: Vogel Business Media )

Berlin (js) - Die konjunkturelle Situation der mittelständischen Unternehmen in Deutschland hat sich weiter verbessert. Die optimistische Einschätzung der Geschäftslage, die mit einer positiven Beschäftigungsplanung einhergeht, schlägt sich auch in den Zahlen der amtlichen Arbeitsmarktstatistik nieder. Die Wachstumskraft im Mittelstand scheint dauerhaft gestärkt.

Dies ist ein Ergebnis der DZ BANK Mittelstandsumfrage Herbst 2006. „Der Beschäftigungsausblick im Mittelstand, der in der Umfrage im Frühjahr 2006 erstmals positiv war, hat sich im Herbst weiter stabilisiert. Das spricht dafür, dass sich die Besserungstendenz fortsetzen, vielleicht sogar etwas verstärken wird“, so Dr. Hans Jäckel, Chefvolkswirt der DZ BANK, bei der Präsentation der Umfrageergebnisse in Berlin.

81% der 1500 befragten Unternehmen stufen im Herbst 2006 ihre aktuelle Geschäftslage als „sehr gut“/“gut“ ein. Das ist der höchste Wert seit Bestehen der Umfrage. Die Positivantworten haben sich im Vergleich zum Frühjahr 2006 um sieben Prozentpunkte erhöht. Die positive Lageeinschätzung zieht sich durch alle Branchen. Die stärkste

Verbesserung ist in den Branchen Bau und Landwirtschaft zu verzeichnen: Hier sehen sich jeweils drei von vier Unternehmen in einer guten oder sehr guten Lage.

Einen leichten Verlust musste dagegen die Chemie- und Kunststoffindustrie hinnehmen. Der Anteil der Betriebe mit positiver Geschäftlage sank von 79 auf 74%. Der negative Einfluss durch steigende Rohstoffpreise oder sogar einer Rohstoffknappheit ist in dieser Branche noch deutlich zu spüren.

Geschäftserwartungen eher zurückhaltend, aber kein Einbruch

Die Geschäftserwartungen der Mittelständler haben sich in den meisten Branchen im Vergleich zum Frühjahr 2006 etwas verschlechtert. Angesichts der hervorragenden Geschäftslage überrascht es nach Einschätzung der DZ-Volkswirte aber nicht, dass die Erwartungen für die nächsten sechs Monate etwas bescheidener ausfallen. „Von einem Einbrechen der Erwartungen kann keine Rede sein, zumal die Quote der zuversichtlichen Unternehmen immer noch überall höher liegt als im Herbst 2005“, so Jäckel.

Die Branchenanalyse zeigt, dass sich Industrie und Handel besonders optimistisch äußern. In der Ernährung/Tabakindustrie (45%) wird am häufigsten eine Verbesserung erwartet. Auf Rang zwei und drei folgen die Elektroindustrie (41 %) und der Handel (40 %).

Investitionswachstum verlangsamt sich

Die Investitionsplanungen der mittelständischen Unternehmen fallen im Herbst 2006 etwas verhaltener aus als im Frühjahr, aber noch höher als vor Jahresfrist. 70% der befragten Unternehmen planen in den nächsten sechs Monaten Investitionen, das sind vier Prozentpunkte mehr als im Herbst 2005, jedoch zwei Prozentpunkte weniger als im Frühjahr 2006.

Regionale Unterschiede zwischen den westlichen und östlichen Bundesländern lassen sich nicht feststellen (Westdeutschland: 71%, Ostdeutschland 70%). In den Industriebranchen Chemie, Metall und Elektro ist die Investitionsneigung mit 80% unverändert hoch geblieben, in den übrigen Branchen hat sie etwas nachgelassen.

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